1.000 Abos für die Pressefreiheit!
Gegründet 1947 Sa. / So., 12. / 13. Juni 2021, Nr. 134
Die junge Welt wird von 2546 GenossInnen herausgegeben
1.000 Abos für die Pressefreiheit! 1.000 Abos für die Pressefreiheit!
1.000 Abos für die Pressefreiheit!
Aus: Ausgabe vom 30.04.2021, Seite 14 / Feuilleton

Staat hilft Reichen

14 FdW.JPG

Bei Protesten gegen eine geplante »Reform« des Steuersystems in Kolumbien haben sich am Mittwoch Demonstranten und Polizisten in der Hauptstadt Bogota zum Teil heftige Auseinandersetzungen geliefert. 42 Beamte seien verletzt worden, teilte gleichentags Innenminister Daniel Palacios mit. Rund 50.000 Kolumbianer waren der Zeitung El Tiempo zufolge in verschiedenen Städten des südamerikanischen Landes auf die Straße gegangen. Die Demonstranten ließen sich auch von einem gerichtlichen Verbot und der Coronapandemie nicht davon abbringen, gegen die Gesetzesnovelle der Regierung zu protestieren. Diese will die steuerlichen Freibeträge senken, die Einkommenssteuer für bestimmte Gruppen erhöhen und die Befreiung von der Mehrwertsteuer für eine Reihe von Waren und Dienstleistungen abschaffen. Damit sollen die durch die Pandemie verursachten Defizite im Staatshaushalt ausgeglichen werden. (dpa/jW)

1.000 Abos jetzt

Die Bundesregierung sagt: der Tageszeitung junge Welt sei mit geheimdienstlichen Mitteln der »Nährboden zu entziehen«. Wirtschaftlich und wettbewerbsrechtlich negative Folgen durch die Nennung der Zeitung im Verfassungsschutzbericht seien sogar beabsichtigt.

Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass sie mit diesem grundgesetzwidrigen Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit genau das Gegenteil erreichen! Deshalb fordern wir alle Freunde, Leserinnen und Leser, Unterstützer, Autoren und Genossenschaftsmitglieder auf: Tun wir alles, um den »Nährboden« der jungen Welt zu stärken – jetzt erst recht!

Mehr aus: Feuilleton