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Frontex setzt zunehmend auf Luftüberwachung
Brüssel. Die sogenannte Grenzschutzagentur Frontex setzt bei der Kontrolle der EU-Außengrenzen zunehmend auf eine Luftüberwachung mit gecharterten Maschinen. Das geht aus einem Brief von Frontex-Direktor Fabrice Leggeri an die EU-Kommission in Brüssel hervor, die zu den Überwachungsflügen eine Anfrage von Özlem Demirel (Die Linke), Abgeordnete im EU-Parlament, erhalten hatte. In dem Brief führt Leggeri aus, Flugzeuge im Auftrag von Frontex hätten 2020 mehr als 1.000 Einsätze mit über 4.700 Flugstunden absolviert. Geplant sei, die Zahl der Flugstunden in diesem Jahr mindestens zu halten oder sogar zu steigern. Laut Demirel illustriere das »die menschenverachtende« EU-Politik im Mittelmeer. »Schiffe werden zunehmend von der Hohen See abgezogen, statt dessen schauen Piloten den Geflüchteten tatenlos beim Ertrinken zu.« Das sei eine moralische Bankrotterklärung der EU. (dpa/jW)
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