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21.04.2021
Die Zurichtungen des Kapitals

Der Rhythmus der Produktion

Ichzeit und Weltzeit: Indem er uns »in Flow« hält, verformt der Kapitalismus unser Zeitempfinden

Von Götz Eisenberg
Zur Einschulung schenkte mir mein Großvater eine Armbanduhr. Sie lag in einer aufklappbaren Schatulle und hatte ein dunkelbraunes Armband aus Leder. Meine Armbanduhr war das Produkt einer alten deutschen Uhrenmanufaktur, besaß ein schlichtes Ziffernblatt und musste einmal am Tag aufgezogen werden. Der Großvater hob mich auf seinen Schoß und zeigte mir, wie das Aufziehen vonstatten zu gehen hatte. Man hatte unbedingt darauf zu achten, dass man die Uhr nicht »überzog«...

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