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Aus: Ausgabe vom 17.04.2021, Seite 6 (Beilage) / Wochenendbeilage

Die letzte Nacht des Markus Söder

Eine stille Utopie
Von Thomas Gsella
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Am 5.1.1967 wird er in Nürnberg geboren. Mit siebzehn tritt er der CSU und Jungen Union bei, deren Landesvorsitz er 1979 übernimmt. Zugunsten seines Jurastudiums wird er Mitglied der »Burschenschaft Teutonia Nürnberg im Schwarzburgbund«. Ab 1997 holt er als Kreisvorsitzender von Nürnberg-West glänzende Wahlergebnisse. Im Jahre 2002 ist er Chef der CSU-Medienkommission, Mitglied des Internet-Beirates der Bayerischen Staatsregierung, Kuratoriumsmitglied der Bayerischen Akademie für Fernsehen und macht mit einem coolen 15-Tonner namens »Stoiber-Truck« Bundestagswahlkampf bei den deutschen Touristen an der Adria-Küste. Im November 2003 ernennt Edmund Stoiber ihn, Markus Söder, den damals sechsunddreißigjährigen Juristen, zum Generalsekretär der CSU, zu seinem Liebsten und Thronerben mithin. Sogar Stoibers Entmachtung überlebt Söder und wird 2008 Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit im Kabinett Seehofer und so weiter, scheiß drauf; und jetzt will er Kanzler werden.

Kurz: Der Blödmann ist am Ende. Doch wie in allen riskanteren Vitae gab’s auch hier, eine quasimagische Sekunde lang, die Option auf Umkehr und gelingendes, ja würdiges Leben: nämlich jüngst, während eines Zeltlagers der christsozialen Pfadfinderjugend »Nürnberger Luchse«. Stargast: Exmitglied M. Söder himself.

*

Arktisch pfiff der Wind in den Spalt zwischen Mantelärmel und Handschuh, wehte durch Wollpulli, Ober- und Unterhemd, um sich in eiskalten Wellen über die nackte und augenblicks schaudernde Haut zu ergießen – so schauerlich und überwältigend fror Erwin Hupplmoser (17), dass ihm melancholisch wurde und er gar wieder anfing, Fingernägel zu kauen.

19.43 zeigte seine Uhr; eine freudlose, eine schreckliche Dreiviertelstunde würde noch vergehen, bis Hauptfähnrich Schorschl endlich den Grill anschmiss. Bis dahin: starr auf der Wolldecke sitzen, den Zeltkreis im Rücken, die Sterne im Nacken, einatmen, ausatmen, hier und da ein Joke mit den verpickelten Luchsen, der Rest hieß schnattern, frieren, leiden. Offenes Feuer war im Hummelsteiner Park halt verboten; zu direkt ging das zwei Fußballfelder große Spaziergrün über in bewohntes und vielbefahrenes Gebiet, dessen Rauschen und Hupen die Ohren der Jungschar ungemindert erreichten. Bäume, die den Schall hätten fangen können, gab es nicht mehr, sie waren vor Jahren sämtlich gefällt worden, um den im Park postierten Überwachungskameras einen besseren Blick auf rauchende und küssende Jugendgangs zu gewähren. So war nichts geblieben als ebene Wiese, gefroren unterm dröhnenden Polarwind Winternürnbergs.

»Echt Wahnsinn, dass der Herr Doktor Söder uns heute abend beehrt«, flüsterte Seppl Hammermas (14) und rieb mit seinen Handschuhen die angezogenen Knie. »So eine Chance kriegen wir nie wieder.«

Stumm nickend hauchte Alois »Akne« Gruber weiße Luft zum vollen Mond, dann grinste er gemein: »Übrigens! Ich werd’ ihn fragen, wie es die Menschen hinterm Eisernen Vorhang eigentlich mental – ausgehalten haben.«

»Zwei Fleißkärtchen, Arschloch.« Aus Kältegram hatte Hauptfähnrich Schorschl begonnen, die Grillkohlen nach Gewicht zu sortieren. »Kreisvorsitzender wirst du trotzdem nicht.«

»Nicht und niemals, Pickelpisser.« Noch war Oliver Baumgarten (11) vorm Stimmbruch, wurde von allen nur »Mädchen« genannt, was im lutherischen Pfarrerssohn eine gewisse Dauergereiztheit implantiert hatte. »Meine Fragen werden ihm viel besser gefallen!« Fleißig griff er nach einem flanierenden Käfer, hieß ihn »böser Wolf« und fraß ihn glücklich; zuweilen war es, Mädchen, wahrlich noch ganz Kind und eingesponnen ins Grimmsche Universum –

»Pscht!« machte nun der Hammermas Seppl. »Ruhe im Schützengraben! Da kommt jemand.«

Pfeilschnell war Mädchen im Stand und griff nach seinem Fahrtenmesser. »Parole!«

»Zickezacke, Hühnerkacke, heuheuheu! Ich bin’s, Jungs, steht entspannt.«

Wie von der Tarantel gebissen sprangen die sechs Pfadfinder auf.

*

Immer enger hatte sich der nächtliche City­wiesenkreis um den mau wärmenden Grill geschlossen, und Schorschl machte seine Sache gut. Wie ein alter Hase garte er Bratwürste und Schweinelappen, Tomaten- und Curryketchup taten das Ihre, und weil Markus Söder gleich nach der neunstrophigen Begrüßungsweise »Unser Oma fährt im Hühnerstall Motorrad!« zu seiner elfhunderter Yamaha zurückgesprintet war, um drei Kästen Märzen vom Gepäckträger zu fingern, war das dankbare Raunen und Staunen schon anfangs perfekt gewesen. Mit leuchtenden Hälsen und Augen mampften und hingen die Gemeinwohlkids in spe an den Lippen des, sie konnten es ja immer noch nicht fassen, nach Stoiber weltweit besten Mannes überhaupt. Hingen anfangs jedenfalls; in einem Äther aus Respekt und Prüfungskoller setzten sie dann Halbliterflaschen an den Hals wie nie zuvor in ihrem kleinen unterdrückten Leben.

Still lag derweil die Stadt. Vom wolkenlosen Himmel frostete todernst der Mond, ein letzter Uhu kauzte vorlaut zum Beginn der langersehnten Fragestunde.

Nun also ging’s um die Parteikarriere. Drei Boddel hatte Mooshammer junior inzwischen intus, das musste reichen: »Söder, oller Motherfucker, ich ha-hab da was!«

»Anwesend, General!« Auch der Stoiber-Dackel hatte dem Bier kein scharfes Nein entgegengeschleudert und war mild lachbereit und butterweich geworden.

»Stichwort – Benzinwut!«

Die Mooshammer-Brut war ja längst nicht voll genug, Mädchens neiderfüllte Blicke nicht erfreut zu registrieren.

Und Söder sprach: »Als ich neulich zur Tankstelle gefahren bin, da bin ich richtig erschrocken. Noch nie war Benzin bei uns so teuer wie in diesen Tagen. Eine Tankfüllung kostet mehr als ein schönes Abendessen zu zweit. Als wir früher in den Urlaub gefahren sind, hat mein Vater kurz vor der Grenze vollgetankt. Er hat …«

»Scheiß … nazi!« Gar dem dürren Hupplmoser Erwin war inzwischen ausgezeichnet warm geworden. »Dem Froschfresser die Devisen zu klauen! ’tsch …’tschulligung, mein Führer.«

»… hat gute Laune gehabt, weil der Liter in Deutschland zwanzig, dreißig Pfennig billiger war, und wir Kinder haben deshalb meistens noch ein Eis spendiert bekommen. Benzin darf kein Luxusartikel sein, es muss wieder billiger werden. Mindestens so billig, dass an der Tankstelle wieder ein paar Euro für ein …«

»Bier, Schleimscheißer, infernalischer.« Grunzte Erwin und fiel für eine Zeitlang um.

Söder lachte wiehernd paternalisch und beendete: »… für ein Eis übrigbleiben. – Weitere Fragen?«

Mädchens Brustkorb schlug und verschlug ihm den Atem. Zwei Märzen waren den Minderjährigen hinabgeflossen, doch gleich viele Fragen hatten ihm die Eltern aufgegeben. Der Zettel zitterte in Mädchens Hand, als er eiernd vorschulkindlich las: »In Ihrem Internet-Tagebuch schreiben Sie oft und gern über Ihren Hund Enzo wie geht es ihm Fragezeichen. – Puh.«

Laut prusteten die rotzblau Pubertierenden, Söder überhörte väterlich und schenkte Mädchen eine tiefe Herzensmiene: »Ich danke dir für diese Frage, Oliver. Früher, als ich noch kein Haustier hatte, habe ich mir nicht vorstellen können, dass man um den Zustand eines Collies, Katers oder Kanarienvogels wirklich beunruhigt sein kann. In der letzten …«

»Alliterationen! Wird mir schlecht!« Lüstern würgend köpfte Seppl Hammermas sein viertes Bier und ließ sich auf den Rücken fallen. »Söder, das ist Schifferscheiße! Aber nix für ungut, Alter – was passierte dann?«

»In der letzten Woche nun hat sich unser Enzo böse verletzt. Als wir mit ihm beim Tierarzt waren, hat der einen Kreuzbandriss festgestellt.« Sprach’s, zog ein Bröckchen Shit aus seiner Ringelsocke und hielt es über den Grill. »Am Anfang habe ich etwas gestaunt, weil ich einen Kreuzbandriss bislang nur mit Fußballspielern in Verbindung gebracht habe – und mich nicht erinnere, meinen Enzo je Fußball spielen gesehen zu haben

»Ha.« Alois’ offener Mund kam vor Entgeisterung nicht weiter, Mooshammers aber schon:

»Haha. Seppl, bepiss mich.«

»Jesus, lass Arschkrebs nicht ansteckend sein«, betete am Boden Hupplmosers Erwin.

Nur Mädchen grölte fleißig wie geprügelt: »Das ist lustig! Ein Hund, der nicht Fußball spielt …«

Entkräftet schlug ihm Akne seine volle Flasche auf den Kopf.

*

Vor Jahrmillionen hatte es zur Geisterstunde bunt und quadrophon gebimmbammt, aber wann und wer denn eigentlich? Auch war es endlich tropisch warm geworden, schmeckte Hupplmoser und versank in grashalmhohen Palmen, deren kokosnussgeschmückte Kronen seine nackten Füßen kitzelten. Herein!, verbeugte sich der Sitzende, schob die viel zu dicken Ärmel seines Badeanzugs über die schweißnassen Ellenbogen und nahm erneut von Markus Söders wahrhaft hammerhaftem Pulver. Dann reiste er auf seinem Augenpaar nach innen, fand Hyroglyphen auf der halbverdauten Bratwurst und las laut vor mit einer Stimme, die des Söders war:

»Wir müssen uns auf unsere deutschen Tugenden zurückbesinnen: Das sind Fleiß, Leistungsbereitschaft, Disziplin, Höflichkeit und Pünktlichkeit. Das sind Erfolgsfaktoren für den internationalen Wettbewerb. Die Apo-Opas und Alt-68er haben deutsche Tugenden verschmäht und das Land in eine geistige Krise geführt. Das ist selbst im Fußball zu beobachten. Es hieß immer, die Deutschen seien nicht die besten Spieler, aber hätten über den Kampf zum Spiel und damit zum Sieg gefunden. Die Fähigkeit, sich im internationalen Wettbewerb durchzusetzen, fehlt heute in vielen Bereichen.«

Spiralförmig hatte sich der letzte Satz um Hupplmosers Kraushaar gedreht, bevor er, ein Geist zurück in der Flasche, in Söders Motorradhelm verschwand. Der ankerte auf Hupplmosers Schoß und fixierte ihn mit Söderaugen liebend. Durchs hochgeklappte Visier stieg pausenlos süßlicher Rauch aus, obwohl doch Söder, und Hupplmoser schluckte immer süffiger an diesem zarten Wunder, von Haschisch längst zu LSD und Crack gewechselt hatte.

Mit dem Zeigefinger schrieb dann Söder ginstergelbe Worte in die Nacht: »abgeordneter, presse, vita, gallery, team – yeah, this is my topmodern homepage, ihr verkackten Schweinebauern! And look, Mädchen kann Yamaha fliegen!« Denn ein Brummbrumm war von nirgendwo gekommen, aufstieg in den Himmel, malte sich über den Köpfen der Luchse zu einem Goya aus Kraft und Verzweifelung, aus elfhundert PS und Baumgartens Oliver (11), explodierte in der Luft und landete in Bayern: ein Aufprall, ein röchelndes Wimmern, dann Ruhe.

Wissend verdrehte Söder die Augen und zog eine Buntillustrierte aus seiner Manteltasche. »Sag du’s, Schorschl. Öffne diesen Stern und lies!«

Der Hauptfähnrich wusste es aber auswendig: »CSU-Generalsekretär Söder schlägt ein Ausgehverbot für Jugendliche unter 14 Jahren nach 20 Uhr ohne Begleitung eines Erwachsenen vor. Er will damit Verwahrlosung, Drogenmissbrauch und gestiegene Kriminalität unter Jugendlichen eindämmen. Eltern, die wiederholt ihre Kinder nach 20 Uhr alleine auf die Straße lassen, droht Söder mit heftigen Bußgeldern. Auch die Entziehung bzw. Einschränkung des Sorgerechts soll zukünftig bei wiederholter Vernachlässigung schneller erfolgen. Weiterhin spricht er sich für einen Stufenplan aus, wonach bei Vernachlässigung sogar die Sozialhilfe oder das Kindergeld gekürzt werden können. – Söder?«

»Hauptfähnrich?«

»Dir haben sie ins Rückenmark gefickt.«

»Ich hoffte, es wäre niemand dabeigewesen.«

»So kann man sich täuschen.«

»Was, Schorschl, soll ich tun?«

»Diene Satan nicht länger, sondern dem Puttenpaar Liebe und Weisheit!«

»Wie denn, o Bruder?«

»Indem du die führende Judenvernichtung- und Hitlerstadt umbenennest in die Stadt der allerheiligsten Menschenrechte!«

»So tat ich, Unkundiger.«

»Dann wiederhole es, Esel.«

»Die Opfer des SED-Regimes dürfen auch 14 Jahre nach dem Fall der Mauer nicht in Vergessenheit geraten. Nürnberg als Stadt der Menschenrechte eignet sich besonders für eine Gedenkstätte.«

»Summa cum laude. Nun aber sage noch dies: Wie fandest du persönlich den Überfall tschetschenischer Mörder auf die Kinder von Beslan, gut oder nicht so?«

Von links stampfte Mädchen heran. Grimmig gewahrten die Konkurrenten, dass er aus der Schadenssache quietschfidel herausgekommen war. »Melde mich zurück, Massa«, salutierte das Polittalent und nahm ein neues Psychopilzchen.

Söder klappte das Visier herunter und säuselte wie betend: »Die Kinder von Beslan haben sich auf ihren Schultag gefreut oder vor ihm ein bisschen Bammel gehabt. Sie haben sich am Morgen an die Hände ihrer Mütter und Väter geklammert und mit großen Augen ihre neuen Klassenkameraden begutachtet. Kinder besitzen eine unglaublich charmante Arglosigkeit, an unbekannte Dinge heranzugehen. Sie hinterfragen ihre Welt jeden Tag aufs neue.«

»Kruzitürken, Staubkorn, kretinöses!« Herzhaft hämmerte Hupplmoser dem vor ihm Liegenden auf den Helm. »Arglos hinterfragen, du Ursuppe; aber weiter!«

»Ich weiß nicht, was einem Menschen im Laufe der Jahre widerfahren muss, um Kinder einsperren, quälen und auf sie schießen zu können. Es gibt keine Rechtfertigung für solche Taten. Und es gibt keine Strafe, die in uns eine Form fühlbarer Gerechtigkeit für ein solches Verbrechen erzeugt. – Aua!«

Augenblicklich hatte Hupplmoser Schlagkraft und -frequenz erhöht: »Gerechtigkeit für ein Verbrechen ... als Form fühlbar ... in uns ... wie muss es heißen, Einstein? Gerechtigkeit für die Opfer? Rache fürs Verbrechen? Was wollte uns der Markus sagen, a: Kopf ab oder b: nichts?«

»B.«

»Und wie flüstert man also goldrichtig in der CSU? Verrat es uns!«

Vorfreudig warf Söder Pulver ein, erhob die Faust und trällerte: »Blöd, blöder, Söööder! Blöd, blöder, Söööder! Schlimm, nicht wahr?« Mit tränennassen Augen glotzte die gewucherte Amöbe hoch zu Hupplmoser. Der tröstete sie wiegend: »Alles ist gut, Chef.«

Aber Söder schüttelte die Ohren. »Nichts ist gut. Wir brauchen eine Orientierung in der Erziehung und in den Schulen. Dazu gehört zum Beispiel Benimmunterricht statt Erlebnis- und Kuschelpädagogik. Es ist sinnvoll, auch über unsere nationale Identität und deren Symbole zu reden. Daher ist es wichtig, die Nationalhymne, aber auch die Bayernhymne zu lernen und zu singen.«

Wie auf ein Stichwort sammelten sich die Pfadfinder und bildeten einen Kreis um den Liegenden. »Tu es, Spack. Go on!«

Und mit einer Stimme laut und rein, dass die Himmelssternchen tanzten und die Rentner in den Nachbarhäusern sich aus ihren Fenstern stürzten, hub Markus Söder hymnisch luftvoll an und sang in diese unvergessliche Dezembernacht:

»Gott mit dir, du Land der Bayern, deutsche Erde, Vaterland! / Über deinen weiten Gauen walte seine Segenshand! / Er behüte deine Fluren, schirme deiner Städte Bau / und erhalte meinen, Söders, eminenten Superhau.«

Am nächsten Morgen hatte er aber alles vergessen.

Alle kursiven Stellen sind Söder-Zitate aus: www.soeder.de, Stern, Welt, Die Zeit und Spiegel.

Der Text ist eine aktualisierte Fassung eines Beitrages, der zuerst 2005 in der Titanic erschien.

Thomas Gsella, Jahrgang 1958, ist Dichter und Schriftsteller, vor allem komischer. Er war viele Jahre lang Redakteur und von 2005 bis 2008 Chefredakteur des Frankfurter Satiremagazins Titanic. Seine Gedichte und Geschichten erscheinen in allen führenden deutschsprachigen Printmedien, natürlich auch in junge Welt. An dieser Stelle erschien zuletzt in der Ausgabe vom 17./18.10.2020 »Als unter Janis die Straße verschwand«

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