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Aus: Ausgabe vom 16.04.2021, Seite 5 / Inland
Armut

Angriff aufs Rentenalter

Wirtschaftsforschungsinstitute: Länger arbeiten als Antwort auf Coronakrise
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Rentner in der BRD: Arbeiten für eine strahlend weiße Zukunft des Landes (Leipzig, 18.2.2014)

Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums haben mehrere Wirtschaftsforschungsinstitute eine »Gemeinschaftsdiagnose« zur deutschen Wirtschaft erstellt. Darin haben die Forscher steigende Staatsschulden und eine alternde Bevölkerung festgestellt. Daher raten sie der Regierung, das Renteneintrittsalter in der BRD zu erhöhen. Demnach werde es eine Herausforderung, die Staatsfinanzen nach der Pandemie wieder auf eine »solide Basis« zu stellen, heißt es in der am Donnerstag vorgelegten Frühjahrsprognose. Vor allem die steigenden Ausgaben für die Rentenversicherung spielten dabei eine große Rolle.

Die Coronapandemie hinterlässt laut der Prognose deutliche Spuren in der Wirtschaft. Die Institute korrigierten ihre Konjunkturprognose nach unten: Sie erwarten, dass die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 3,7 Prozent zulegt – und nicht um 4,7 Prozent, wie sie im Herbst vorhergesagt hatten. Außerdem rechnen die Forscherinnen und Forscher damit, dass vor allem die Lage im Dienstleistungssektor schwierig bleibt. Eine Lockerung des Shutdowns sei erst gegen Mitte des Jahres zu erwarten. Dann aber werde sich das wirtschaftliche Geschehen in vielen Bereichen rasch »normalisieren«.

Neue Konjunkturprogramme sind aus Sicht der Institute wegen der erwarteten Erholung nicht nötig. Bis zum Sommer müssten die Unternehmen noch unterstützt werden. Sobald die staatlichen Hilfsmaßnahmen auslaufen, könne auch die Zahl der Insolvenzen stark steigen. Die bisher niedrigen Zahlen an Unternehmenspleiten seien wohl vor allem auf die staatlichen Maßnahmen und das Aussetzen der Anmeldepflicht für Insolvenzen zurückzuführen, heißt es.

Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose der Institute wird zweimal im Jahr erstellt, im Frühjahr sowie im Herbst. Beteiligt sind das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin, das Ifo-Institut in München, das Institut für Weltwirtschaft Kiel, das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle sowie das Essener RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. (dpa/jW)

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