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Aus: Ausgabe vom 13.04.2021, Seite 14 / Feuilleton

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Kommentar | So., 6.05 Uhr, Dlf
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Erinnerung an Frankreichs Rolle beim Völkermord: Das Kigali Genocide Memorial in Ruanda (28.3.2021)

Der Völkermord in Ruanda lässt Frankreich noch nicht so schnell los. Auch wenn ein im März veröffentlichter Bericht einer Historikerkommission »nur« dessen Mitverantwortung attestierte, dürfte, wie Bettina Rühl am Sonntag im Deutschlandfunk kommentierte, die am vergangenen Mittwoch von Präsident Emmanuel Macron verfügte Öffnung diesbezüglicher Dokumente aus der Zeit von 1990 bis 1994 auch für den Nachweis einer Mittäterschaft juristisch relevant werden. Dabei handelt es sich um die Archive mit Tausenden diplomatischen Noten, Briefen und vertraulichen Dokumenten des damaligen »sozialistischen« Präsidenten François Mitterrand und konservativen Premiers Édouard Balladur. Ob dies »statt Vertuschung« nun den »Anfang von Transparenz und Aufarbeitung« darstellt, wie Rühl erklärte, darf bezweifelt werden. Warten wir auf engagierte Juristen und die von Ruanda kürzlich angekündigte Veröffentlichung der eigenen, 2017 durchgeführten Untersuchung. Deren Ergebnisse würden den französischen Bericht »ergänzen und bereichern«. (si)

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