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Aus: Ausgabe vom 12.04.2021, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Carole Roussopoulos (l.) und Delphine Seyrig mit tragbarer Videokamera: »Nouvelle Vague und Feminismus«

Die Wonder Boys

Als Literaturprofessor ist er geschätzt, doch sein Privatleben ist ein einziges Chaos. Und wenn Schriftsteller oder Schriftstellerinnen zuviel rumvögeln, kommt selten was Vernünftiges bei raus. Sublimieren, Freunde! Literatur- und Literatenkomödie mit Frances McDormand, Michael Douglas, Robert Doweney jr. Im Soundtrack Bob Dylan mit mehreren Songs, inklusive seiner damals neuen Komposition Things Have Changed. USA/D/GB/J 2000.

Arte, 20.15 Uhr

Exclusiv im Ersten: Millionen für Ruinen

Dubiose Geschäfte mit Anlegergeldern

Die Dokumentation nimmt die German Property Group (früher Dolphin Trust) aus Niedersachsen unter die Lupe. Sie soll weltweit rund 20.000 Anleger um Hunderte Millionen Euro betrogen haben. Deutsche Behörden sahen offenbar nicht genau hin. Wie konnte das passieren? Die Ankündigung von Senderseite ist jedenfalls einigermaßen dünn, was möglicherweise darauf hinweist, dass man gegnerische Anwälte nicht zu schnell in die Spur setzen will; könnte also interessant sein – weil: Dass es im bürgerlichen Staat um Bereicherung geht, wissen wir ja schon. D 2021.

Das Erste, 22.50 Uhr

Geheimnisvolle Orte. Karlsbad

Glanz und Trauma eines Kurortes, Folge 2

Karlsbad, ein Ort im einstigen Reaktionszentrum Europas, der Habsburger Monarchie. Kaiser oder Könige, Reiche oder weniger Glückliche – das Versprechen, Karlsbad geheilt oder wenigstens erholt zu verlassen, gehört noch heute zum positiven Image dieses böhmischen Kurortes. Und wir sehen vor uns Beethoven mit Goethe wandeln, nein, das war im anderthalb Autostunden entfernten Teplice, aber die Geschichte ist doch zu schön: »›Seht doch, mein lieber Beethoven. Dort kommt uns die Kaiserin mit ihrem Gefolge entgegen. Lasst uns beiseite treten.‹ – ›Bleibt nur in meinem Arm hängen. Sie müssen uns Platz machen. Wir nicht!‹« Goethe war nicht der Meinung. Und das gehört zu seinen weniger erfreulichen Zügen.

Das Erste, 23.20 Uhr

Nouvelle Vague und ­Feminismus

Die Doku behandelt die Begegnung zwischen der Schweizer Videopionierin Carole Roussopoulos und der französischen Schauspielerin Delphine Seyrig in den 1970er Jahren. Seyrig spielte unter bekannten Regisseuren wie Luis Buñuel, François Truffaut oder Jacques Demy. Die beiden Feministinnen stellten ihr Engagement für die Rechte der Frau in den Mittelpunkt ihres filmischen Schaffens. Die Künstlerinnen filmten mit einer tragbaren Videokamera, einer für die damalige Zeit revolutionären Technik. Dafür bleiben wir wach, auch wenn es schwerfällt. CH/F 2019.

Arte, 23.30 Uhr

1.000 Abos jetzt

Die Bundesregierung sagt: der Tageszeitung junge Welt sei mit geheimdienstlichen Mitteln der »Nährboden zu entziehen«. Wirtschaftlich und wettbewerbsrechtlich negative Folgen durch die Nennung der Zeitung im Verfassungsschutzbericht seien sogar beabsichtigt.

Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass sie mit diesem grundgesetzwidrigen Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit genau das Gegenteil erreichen! Deshalb fordern wir alle Freunde, Leserinnen und Leser, Unterstützer, Autoren und Genossenschaftsmitglieder auf: Tun wir alles, um den »Nährboden« der jungen Welt zu stärken – jetzt erst recht!

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