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Aus: Ausgabe vom 29.03.2021, Seite 1 / Ausland
Kooperationsabkommen

Chinesisch-iranische Beziehungen vertieft

Beijing und Teheran unterzeichnen auf 25 Jahre angelegtes Kooperationsabkommen
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Enge Kooperation besiegelt: Die Außenminister Chinas und Irans, Wang Yi und Mohammed Dschawad Sarif, am Sonnabend in Teheran

China und der Iran wollen künftig enger zusammenarbeiten. Am Sonnabend haben der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi in Teheran ein auf 25 Jahre angelegtes Abkommen über die »politische, strategische und wirtschaftliche« Kooperation beider Länder unterzeichnet. Teheran sei der Ansicht, dass das Abkommen »sehr effektiv zur Vertiefung der chinesisch-iranischen Beziehungen« beitragen könne, sagte der iranische Außenamtssprecher Said Khatibzadeh.

Der Sprecher erinnerte an den Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Teheran vor fünf Jahren, bei dem der Grundstein für die umfassende Kooperationsvereinbarung gelegt worden sei. Xi und sein iranischer Kollege Hassan Rohani hatten damals eine Stärkung der bilateralen Beziehungen ihrer Länder beschlossen und unter anderem eine vertiefte Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr, Häfen, Energie, Industrie und Dienstleistungen vereinbart. Der Iran steckt unter anderem wegen der 2018 von den USA verhängten Sanktionen in einer akuten Wirtschaftskrise. Auch der neue US-Präsident Joseph Biden will die Strafmaßnahmen kurzfristig nicht aufheben. Teheran sucht daher die enge Bindung an China und Russland.

Für Beijing ist das Abkommen mit Teheran Teil seiner Initiative »One Belt, One Road«, die an die historischen Handelsrouten der Seidenstraße anknüpft. China ist bereits jetzt der wichtigste Handelspartner des Iran. Bevor die USA 2018 unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump einseitig aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran ausstiegen und neue Sanktionen gegen das Land verhängten, war China auch offiziell der weltweit größte Abnehmer iranischen Öls.

Wangs Besuch in Teheran erfolgte wenige Tage nach einem Treffen mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow im chinesischen Guilin. Wie China ist auch Russland Vertragspartner des internationalen Atomabkommens mit Teheran. Beide Länder hatten den US-Austritt aus der Vereinbarung sowie die neuen Sanktionen gegen den Iran verurteilt. (AFP/dpa/jW)

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