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Protest gegen Patente auf Pflanzen und Tiere

München. Ein Bündnis aus Umweltschützern, Landwirten und Entwicklungshilfeorganisationen hat am Europäischen Patentamt (EPA) in München mehr als 175.000 Unterschriften gegen Patente auf Pflanzen und Tiere aus konventioneller Züchtung überreicht. Einen Tag vor der Sitzung des Verwaltungsrates protestierte es mit überdimensionalen Früchten und Gemüse vor dem EPA-Sitz gegen »rechtliche Schlupflöcher«. Diese ermöglichten es Konzernen, Verbote zu umgehen und konventionell gezüchtete Pflanzen, aus ihnen gewonnene Lebensmittel sowie Saatgut als ihre »Erfindung« zu beanspruchen. In den vergangenen Jahren seien Dutzende Patente auf Pflanzen aus konventioneller Züchtung erteilt worden, die mehr als 800 Sorten beträfen, erläuterte die Organisation »Keine Patente auf Saatgut«. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.03.2021, Seite 4, Inland

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