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Aus: Ausgabe vom 20.03.2021, Seite 4 (Beilage) / Wochenendbeilage
Bildreportage

Schmaler Grat

Mexikanisches Wrestling ist für Beteiligte mehr als Kampf und Show. Eine Dokumentation in Bildern
Von Santiago Barreiro
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Jeder Wrestler kommuniziert auf seine Weise, wo die Grenze zwischen Show und Kampf ist

Das mexikanische Wrestling (»Lucha Libre«) ist ein Zusammenspiel von akrobatischer Kunst, Theater und Kontaktsport, dessen Vorläufer bis ins Jahr 1863 zurückreichen. Trotz fest vereinbarter Regeln ist es schwierig, den schmalen Grat zwischen Phantasie und Realität, zwischen harten Schlägen und reiner Show zu erkennen. Auf den Gesichtern der Zuschauenden, meist enge Verwandte der Kämpfenden, spielt sich ein anderes Ringen ab – eines zwischen Freude und Angst. Denn manchmal geraten die Dinge außer Kontrolle, und die Atmosphäre heizt sich auf, aber darin liegt eben »der Geschmack«, wie sie sagen.

Für die maskierten Kämpfer ist die Familie alles, im und jenseits des Ringes. Sie sind Eltern, Kinder und Großeltern von Wrestlern; sie nennen es Dynastien. Manche schaffen es, aus der Nachbarschaft rauszukommen, das Taxi, den Taco-Stand oder was auch immer hinter sich zu lassen. Sie suchen nach einem Ort, an dem sie ein professionelles Level im Wrestling erreichen können.

Aber die meisten folgen nicht diesem Traum: Sie warten einfach bis zum nächsten Sonntag, an dem sie in einer lokalen Arena ihre Fähigkeiten zur Schau stellen – umgeben von ihrer Familie.

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    Der Sieger des Abends
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    Respekt vor Anonymität: Die Maske der Wrestler fällt auch in äußerst brenzligen Situationen nicht
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    »Engel der Zukunft« in seiner Heimatstadt Córdoba mit einem ikonischen mexikanischen Wrestlingsprung
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    »Black Angel« hat an diesem Abend verloren. Aber die nächste Arena wartet schon

Wer hat Angst vor wem?

Diejenigen, die sich nicht scheuen, gegen Faschismus, Rassismus, Krieg und Ausbeutung einzutreten? Die dafür mit Verfolgung und Repression rechnen müssen? Oder diejenigen, die Verfassung und die herrschenden Verhältnisse »schützen«?

Für alle, die es wissen wollen: Die junge Welt drei Wochen lang (im europäischen Ausland zwei Wochen) gratis kennenlernen. Danach ist Schluss, das Probeabo endet automatisch.

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