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Aus: Ausgabe vom 20.03.2021, Seite 1 (Beilage) / Wochenendbeilage
Geschichte des Proletariats

»Die Kommune verteidigte das Land gegen den Verrat der Bourgeoisie«

Über den Gründungsakt der Arbeiterbewegung 1871 in Paris und die Notwendigkeit der kommunistischen Partei für soziale Kämpfe. Ein Gespräch mit Danielle Bleitrach
Interview: Andrei Doultsev
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Der Sitz der Kommunistischen Partei Frankreichs in Paris im Jahre 1935

Was hat Sie motiviert, Ihre Erinnerungen aufzuschreiben?

Das 100jährige Jubiläum der Kommunistischen Partei Frankreichs (PCF) sah ich als einen geeigneten Anlass, um mein Wissen und meine Lebenserfahrungen zu vermitteln. Ich wurde 1938 in einer jüdischen Familie geboren, war also ein Kind, das fliehen musste und dessen Familienmitglieder vielfach in den Konzentrationslagern der Nazis landeten. Kommunisten waren für mich edle Ritter, die ihr Leben gaben, um meines zu retten. An vorderster Front der edlen Ritter meiner Kindheit stand die Rote Armee. Ich verdanke ihr mein Leben, und das werde ich nie vergessen.

Ich trat 1956 dem PCF während der ungarischen Konterrevolution bei, als andere die Partei verließen – weil ich ein Foto sah, auf dem Kommunisten von den Konterrevolutionären an Fleischhaken gehängt wurden. Ein wahrer Kommunist ist nicht derjenige, der beim Sieg mit dabei ist, sondern einer, der seine Überzeugungen in finsterster Nacht und in Anbetracht der Reaktion nicht preisgibt. Schließlich ist Geschichte meine Leidenschaft. Nichts bewegt mich so sehr wie Handabdrücke an den Wänden prähistorischer Höhlen, ich möchte meine Hand über sie legen, das Leben macht für mich nur im Dialog mit anderen Menschen Sinn. Mit meiner Kollegin Marianne Dunlop haben wir das Portal Histoire et société geschaffen: Wir versuchen die Wahrheit gegen den Negationismus (die Leugnung von Völkermorden, jW) zu verteidigen und gegen die Rehabilitierung des Nazismus sowie Versuche, die Rolle der Kommunisten zu verschweigen, vorzugehen.

Von 1981 bis 1996 waren Sie Mitglied im Zentralkomitee des PCF. Was war die historische Rolle dieser Partei, und wie schätzen Sie ihre aktuelle Situation ein?

Der PCF ist ein wichtiger Akteur der neuesten französischen Geschichte. Die Partei entstand aus der Wut über das Gemetzel des Ersten Weltkriegs und den Verrat der Sozialdemokraten, die für die Kriegskredite gestimmt hatten. Der PCF war jener Friedensfaktor, den die Völker brauchten. Mit Maurice Thorez (1900-1964, zwischen 1930 und 1964 Generalsekretär des PCF, jW) an der Spitze war diese Partei in der Lage, die Arbeiterklasse zu vereinen und die Souveränität Frankreichs zu verteidigen. Ohne Chauvinismus, ohne Fremdenfeindlichkeit, indem sie Frankreich der Welt öffnete. Diese Offenheit praktizierte der PCF in der Solidarität mit der UdSSR, der kommunistischen Weltbewegung, aber auch und vor allem in seinem antikolonialen Kampf. Leider ereilte diese mächtige Partei das gleiche Schicksal wie andere westeuropäische Bruderparteien – sie ging im Eurokommunismus unter, da sie sich von der Arbeiterklasse lossagte. Die Parteistruktur wurde vom Nationalsekretär Robert Hue und seinen beiden Nachfolgern zerstört. In meinen Erinnerungen erzähle ich, wie ich in den 80er Jahren vergleichbare Prozesse der Selbstzerstörung kommunistischer Parteien in Ungarn und in Italien erlebte, stets nach dem gleichen Szenario. Zu Anfang aber hatte ich Schwierigkeiten, diese Zusammenhänge zu verstehen: Ich erinnere mich an das Gefühl, beim Bush-Gorbatschow-Gipfel auf Malta (2./3.12.1989, jW) wie von Nebel umhüllt gewesen zu sein, man konnte keinen Meter weit sehen.

Ich versuche nicht, Rechnungen zu begleichen, es gibt überall Menschen, die dem Kapital dienen, Verräter, die die europäischen kommunistischen Parteien abwickeln – all das geschieht im Rahmen einer globalen Konterrevolution, die Mitte der siebziger Jahre mit dem Putsch in Chile anfing. Das Paradoxe daran ist, dass die Peiniger der Arbeiterbewegung sich als Verteidiger der Menschenrechte darstellen. Der Eurokommunismus begleitet diese Bewegung, er gibt ihr einen linken Anstrich. All dies wird als eine Fortsetzung der »Entstalinisierung« dargestellt, als eine Entwicklung, die mit Chruschtschow und dem 20. Parteitag der KPdSU begonnen hat.

Was ich erlebte, war eine zielgerichtete Politik, die kommunistischen Parteien zu zerstören, um integre Führer und Revolutionäre als Schurken zu entstellen, diese Parteien von ihrer Klassenbasis abzuschneiden, sie tiefgreifend zu desorganisieren. Wie im Fall der UdSSR, als das Herzstück des Sowjetstaates zerstört wurde. All das geschah unter dem Deckmantel der »Demokratisierung«, die den Arbeiter entmachtete und die Diktatur der Bourgeoisie herbeiführte.

Was den PCF anbetrifft, müssen wir das Ergebnis des 38. Parteitags, der 2018 stattfand, analysieren. Seit Maurice Thorez haben wir noch nie erlebt, dass ein Nationalsekretär abgewählt wurde. 2018 ist das passiert: Kommunisten, die bei der Auflösung ihrer Partei nicht zusehen wollten, haben ein Gegenprogramm entworfen, an dessen Ausarbeitung ich beteiligt war. Es gibt eine massive Unzufriedenheit innerhalb der französischen Gesellschaft, soziale Kämpfe. Aber diesen Kämpfen fehlt es an politischer Perspektive. Angesichts dessen wächst das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer kommunistischen Partei. Der 38. Parteitag hat diese Tür geöffnet, es gibt einen neuen Nationalsekretär und ein neues Sekretariat. Allerdings sind dreißig Jahre Liquidation nicht spurlos an uns vorbeigegangen, und wir haben nicht alles zurückgewonnen. Menschen aus der alten Parteiführung bekleiden immer noch hohe Posten in der Partei… Es ist ein Wettlauf, um unsere Partei wiederaufzubauen. Dennoch wissen wir: »Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.« Ich unterstütze Fabien Roussel (Nationalsekretär des PCF seit Juni 2017, jW), wohl wissend, dass noch viele Hindernisse zu überwinden sind.

Sie haben einige sozialistische Länder intensiv kennengelernt. In welchem Land war oder ist Ihrer Meinung nach der Sozialismus am erfolgreichsten verwirklicht?

Ich würde die Frage ausgehend von den Aufgaben stellen, die Kommunisten im jeweiligen Land zu erfüllen haben. Wir müssen analysieren, was unsere kommunistische Taktik schwächt beziehungsweise stärkt. Es gibt kein ideales Modell – es gibt Beispiele und Erfahrungen. Dazu sollten wir die Geschichte der Kommunisten in einen längeren Zeitraum einordnen, als es gewöhnlich der Fall ist. Wenn ich von langen Zeiträumen spreche, beziehe ich mich auf den Übergang von einer Produktionsweise zur anderen, von einer Zivilisation zur nächsten. Ohne ganz weit in die Geschichte auf den Untergang des Römischen Reiches zurückzublicken, der erst nach tausend Jahren mit Kolumbus’ Ankunft in Amerika beendet wurde, muss man verstehen, dass der Kampf der Bourgeoisie gegen den Feudalismus 600 Jahre dauerte und der Sieg erst durch die Französische Revolution erreicht wurde. Daran kann man messen, dass der Kommunismus, der Sieg der Arbeiterklasse im 20. Jahrhundert, eine bewusste Beschleunigung war, dank der Theorie des Marxismus-Leninismus und dank der unglaublichen Erfahrungen der UdSSR. Es ist ein zivilisatorischer Bruch im Vergleich mit allem, was bisher stattgefunden hat: Zuvor wurde jedesmal in der Geschichte das Privateigentum geschützt und von einer herrschenden Klasse zur anderen weitergegeben. In der UdSSR wurde hingegen eine jahrtausendelange Tradition des Privateigentums abgeschafft. Die bolschewistische Revolution hat aufgezeigt, was möglich ist, in 70 Jahren hat sie eine rückständige Gesellschaft in eine moderne verwandelt. Aber diese Transformation hat sich nicht nur dort abgespielt – sie hat die ganze Welt auf den Kopf gestellt. Hier nur ein Beispiel: Alle internationalen Beziehungen haben sich gewandelt, das Kantsche Ideal eines internationalen Friedens, der auf der Achtung der Souveränität beruht, konnte sich mit der Errichtung der Sowjetunion verwirklichen, wobei sich die Staaten über eine eigene Verfassung emanzipiert haben. Als Mitglied des Zentralkomitees war ich oft in der UdSSR, in Zentralasien, in Belarus … Vor ein paar Jahren bin ich durch die ehemalige UdSSR gereist, war auf der Krim, besuchte Odessa, Moldau, Moskau, St. Petersburg, Kasan … Als Soziologin interessierte mich vor allem das Gefühl der Zugehörigkeit zur Sowjetunion. Wir sprechen von Nostalgie, aber dieses Gefühl geht darüber hinaus. Wenn Sie eine Interpretation zulassen, ist es mehr als das, es ist das Bewusstsein einer Zivilisation. Es gibt das, was sowjetisch ist, und das, was antisowjetisch ist. Angesichts der imperialistischen Aggression, die weitergeht, ist das, was patriotisch ist, sowjetisch, wenngleich diejenigen, die diese Ansichten teilen, sich nicht als Kommunisten betrachten. Ich denke an den russischen Außenminister Sergej Lawrow, der als »Mister Njet« in der Tradition von Gromyko (Andrej Andrejewitsch Gromyko, 1957 bis 1985 Außenminister der UdSSR, jW) und der großen sowjetischen Diplomatie steht. Aber um vollständig sowjetisch zu sein, muss man natürlich sozialistisch sein, gegen die Oligarchie vorgehen, die bereit ist, ihr Land zu verkaufen.

Es gibt Momente des revolutionären Impetus, aber auch Momente, in denen es heißt, das Erreichte zu stabilisieren, Momente der zivilisatorischen Arbeit. Alle kommunistischen Parteien, die in ihrer Revolution erfolgreich waren, gehörten zum Leninschen Typus. Die sowjetische Revolution verlieh ihnen Kraft. Aber sie wussten auch, sich den regionalen Gegebenheiten anzupassen. Wenn Kuba für einen Augenblick vergisst, dass vor seinen Toren der schlimmste Feind steht, ist die Insel erledigt. Wenn China aus dem Auge lässt, dass es 1,4 Milliarden Chinesen zu ernähren hat, wird die Macht der Kommunisten sich nicht lange halten können. Beide Länder geben ihrem Kampf eine internationale Dimension, sie sind Vorboten einer neuen Welt.

Auf Kuba geht es um ein humanistisches Projekt, das dank der Souveränität der Insel umgesetzt werden kann, die kommunistische Partei bildet sein Rückgrat. Was an Kuba begeistert, ist der revolutionäre Erfindungsreichtum, der jeder Herausforderung des Imperialismus geschickt zuvorkommt. China verkörpert den Weg aus einer jahrhundertelangen Demütigung, bis 1949 war die älteste Zivilisation der Welt zerstückelt. Die Partei, die China da rausgeholt hat, schafft heute den Übergang vom revolutionären Impetus zur Zivilisation, vom Bewegungskrieg zum Stellungskrieg. Es geht darum, den Kapitalismus in einen Käfig zu sperren, den Kapitalisten keine politische Macht zu gewähren, in einer vergleichbaren Weise, wie das westliche Kapital den westdeutschen und den US-amerikanischen Arbeitern nie die politische Macht gewährt hat.

Anstatt Lektionen zu erteilen, sollten wir vielmehr internationale Solidarität praktizieren. Die jüngste Bauernbewegung in Indien zeigt uns, dass Kommunisten sich zum Widerstand neu organisieren. Der Kommunismus lebt. Der alte, brave Maulwurf wühlt sich aus dem Erdreich.

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Danielle Bleitrach

Erleben wir tatsächlich eine Renaissance der kommunistischen Bewegung in Europa?

Europa befindet sich unter der Diktatur der EU, einer Institution, die nicht europäisch ist, sondern ein treuer Vasall des Finanzkapitals, eine bürokratische Karikatur. Man braucht sich nur Macrons Politik anzuschauen, um seine Unterwerfung zu verstehen, wenn er seine Dienste dem neuen Team von US-Präsident Biden anbietet, um Krieg im Nahen Osten anzuzetteln. Unter dem Deckmäntelchen von »Freedom and Democracy« sind das nichts als Kriegstreiberei und Aufrufe zur Plünderung. Wir sind Zeugen davon, wie die Sozialdemokratie scheitert, deren Ziele im europäischen Kontext mit denen der konservativen Rechten verschmolzen sind, woraufhin ex­trem Rechte aufsteigen. Deshalb leisten am besten die Parteien Widerstand, die sich ebenso wie die kommunistischen Parteien Griechenlands und Portugals von diesem europäischen Projekt und dem Eurokommunismus deutlich distanziert haben. Seit Fabien Roussel die Führung des PCF übernommen hat, konnten die Kontakte zu unseren portugiesischen Genossen wiederhergestellt werden, aber wir müssen viel weiter gehen. Ich persönlich glaube, dass wir über die Zukunft des eurasischen Kontinents nachdenken sollten, wenn wir einen antiimperialistischen Kampf führen wollen.

Welche Rolle spielt die westliche Propaganda des Schürens von Vorbehalten gegen Russland und China bei französischen Kommunisten?

Wir sind einem immensen ideologischen Druck ausgesetzt. Die Kapitalisten können nicht mehr mit positiven Ergebnissen in den westlichen Ländern aufwarten, also rufen sie immer lauter, dass es sich anderswo schlechter lebt. Sie versuchen auf EU-Ebene, die Sowjetunion mit dem deutschen Faschismus und Stalin mit Hitler gleichzusetzen. All dies passiert, um den Faschismus schönzureden, den sie als Ersatzwaffe brauchen, um die Arbeitermassen unter Kontrolle zu halten. Aber sie brauchen auch linke Spalter, von Trotzkisten bis hin zur Sozialdemokratie. In Frankreich haben sich viele Kommunisten an die Sozialdemokratie angepasst und die hasserfüllte antikommunistische Propaganda der Sozialdemokraten, die eine Ignoranz gegenüber der Realität in sozialistischen und fortschrittlichen Ländern voraussetzt, übernommen.

In diesem Jahr feiern wir den 150. Jahrestag der Pariser Kommune. Welche Rolle spielt dieses Ereignis für die internationale Arbeiterbewegung heute?

Die Pariser Kommune war der politische Gründungsakt der Arbeiterbewegung. Die Pariser Kommune befreite uns von der Reproduktion der Französischen Revolution: Ein neuer Protagonist ist auf die Weltbühne der Geschichte getreten, das Proletariat. Die Pariser Kommune verteidigte das Land gegen den Verrat der Bourgeoisie, sie verfolgte neue Ansätze in der Bildung und im Recht, die die bolschewistische Revolution später konkretisierte. Die Kommune zeigte, dass wir nicht nur eine autonome Arbeiterklasse brauchen, sondern eine Diktatur des Proletariats – angesichts der Diktatur der Bourgeoisie. Wenn ich mich nicht irre, wollte Lenin unter der Fahne der Pariser Kommune begraben werden.

Wie der Jahrestag gefeiert werden soll? Heute wird in Frankreich versucht, Revolutionen als ein Übel zu stigmatisieren, das zu Massakern, Diktatur, Guillotine und Gulag führt. Der Eurokommunismus ist dieser Interpretation gefolgt, indem er der UdSSR »totalitären Geist« zugeschrieben hat, der Europa fremd sei.

Ich befürchte, dass die Feier des Jahrestags der Kommune so begrenzt bleiben wird wie das hundertjährige Jubiläum des Roten Oktober. Mit Glück holen wir es in ein oder zwei Jahren nach, wenn es um den PCF wieder besser steht.

Eine Quelle der Arbeiterbewegung im Frankreich des 19. Jahrhunderts war der Anarchosyndikalismus. Was sind seine Stärken und Schwächen?

Die Stärke ist die Kampfbereitschaft, das Misstrauen gegenüber den Unternehmern und den bürgerlichen Organisationen, die Schwäche ist die politische Aufgabe des Wunsches, die Macht zu erobern. Der ­Anarchosyndikalismus beschränkt sich auf den Generalstreik, während die Marxisten eine Partei aufbauen, die in der Lage ist, die Machtverhältnisse umzustürzen. Die Stärke von Maurice Thorez war es, eine Partei aufgebaut zu haben, die diese beiden Strömungen vereinigt hat.

Was bedeutet es für Sie, Kommunistin zu sein?

Kommunistin zu sein bedeutet für mich zuallererst, dem Leben einen Sinn zu geben. In meinem hohen Alter bin ich mehr denn je von der Notwendigkeit überzeugt, Kommunistin zu sein, nicht nur in bezug auf den aktuellen Notstand, die Gefahren des Imperialismus und die Krise, sondern auch jedem einzelnen zuliebe, um dem sozialen Vakuum zu entkommen, in dem sich die Menschen selbst zerstören. Die kommunistischen Parteien müssen noch einiges an Solidarität wiederherstellen, den Austausch und eine intensive internationale Koordinierung wiederaufbauen. Nicht nur der PCF, sondern auch die gesamte französische Gesellschaft hat einen Kollateralschaden durch die Konterrevolutionäre erlitten. Der Rest der französischen Gesellschaft ist, ideell gesehen, in einem noch schlimmeren Zustand als die Partei. Aber ich bin guter Dinge, dass der PCF zu seiner Stärke finden wird. Unser großer Denker Denis Diderot (1713–1784, jW) pflegte zu sagen, dass man nach einem vollbrachten Leben müde einschlafen kann wie nach einer ehrlichen Arbeit. Aber es ist noch nicht an der Zeit, die Augen zu schließen, wir müssen unser Wissen, die Fackel weitergeben und daran arbeiten, dass die Proletarier aller Länder sich vereinigen.

Danielle Bleitrach, geboren 1938, ist Soziologin und Journalistin. Von den 1970er Jahren bis zum Ende des 20. Jahrhunderts war sie Forscherin am Centre national de la recherche scientifique und Dozentin an der Universität Aix-Marseille mit den Schwerpunkten Soziologie der Arbeiterklasse und Urbanisierung. Sie ist Schriftstellerin, Redakteurin des Blogs Histoire et société und war Mitglied des ZK der Französischen Kommunistischen Partei (PCF) von 1981 bis 1996.

Wer fürchtet sich eigentlich vor wem?

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