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Aus: Ausgabe vom 20.03.2021, Seite 12 / Thema
Kunst der DDR

Kunst kann mehr …

… als wir ihr zumuten. Vor 30 Jahren starb der legendäre Graphiker und Karikaturist Herbert Sandberg
Von Peter Michel
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Herbert Sandberg: »Motiv 4« aus dem Zyklus »Bilder zum Kommunistischen Manifest« aus den Jahren 1967–72. Grafik aus dem Jahr 1967 zur Textstelle »Die Geschichte aller bisherigen Gesellschaft ist die Geschichte von Klassenkämpfen«, 40 x 27,5 cm

Sein Grab – geschmückt mit einer Skulptur der Bildhauerin Ingeborg Hunzinger – findet man auf dem Friedhof der Dorotheenstädtischen und Friedrichwerderschen Gemeinde in Berlin-Mitte. Dort ist er gemeinsam mit seiner Frau, der Schauspielerin Lilo Grahn, bestattet. Sein Künstlerfreund Ronald Paris hielt ihm damals die Trauerrede.

Nachdem mir die Leitung der Zeitschrift Bildende Kunst übergeben worden war, besuchte ich 1974 nicht nur Lothar Lang, um aus seinen Erfahrungen als Kunstkritiker zu lernen, sondern auch Herbert Sandberg. Er hatte zwanzig Jahre zuvor als Nachfolger von Cay von Brockdorff 1954 die Chefredaktion dieser Zeitschrift übernommen, war aber schon drei Jahre später von seiner Funktion abgelöst worden.

Wann hört das Sektierertum auf?

Das Einfamilienhaus in der Platanenstraße Berlin-Pankow war geräumig; er nutzte es auch als Atelier. Seine Hinweise für die redaktionelle Arbeit, für den Umgang mit Autoren und für die Arbeit eines Redaktionskollegiums, das bei meinem Arbeitsbeginn mehr oder weniger auf dem Papier stand, waren für mich wichtig. Er selbst hatte sich zu Anfang seiner Redaktionstätigkeit kompetente Leute eingeladen, mit denen er sich beraten konnte: Bertolt Brecht, dessen Mitarbeiter Hans Bunge, die Bildhauer Fritz Cremer und Gustav Seitz, den Philosophen Walter Besenbruch und seinen damaligen Nachbarn Alfred Kurella. Die Formalismusdebatte war in diesen Jahren in vollem Gange. Wir sprachen lange darüber, aber über die Gründe seines Ausscheidens aus der Redaktion sagte er nichts. Vielleicht wollte er mich nicht verunsichern.

Jahre später, als ich schon selbst im Ruhestand war, erfuhr ich beim Lesen seines Buches »Spiegel eines Lebens« die Ursache. In einem Text über den Bildhauer René Graetz schrieb er: »Die Gespräche drehten sich jahrelang um dasselbe Thema. Wann bekommen wir Luft in der bildenden Kunst, wann hört das Sektierertum auf? 1954 hatte mir der Verband Bildender Künstler die Herausgabe der Bildenden Kunst übertragen, weil man eine moderne, zeitgemäße Linie brauchte. Obwohl meine Arbeit allgemein anerkannt wurde, verdonnerte man mich drei Jahre später zur Selbstkritik. Ich hatte zuviel mexikanische und italienische Realisten propagiert, ›die sowjetischen Künstler aber übersehen‹. Eine Parteiaktivtagung wurde einberufen, die Alfred Kurella leitete. Er formulierte eine Art Bannfluch. (…) Ich fand Unterstützung bei Otto Nagel und Hans Pischner, aber die Leitung der Bildenden Kunst wurde ich los.«¹

Es war derselbe Kurella, der zu Willi Sitte angesichts eines auf der Staffelei entstehenden Bildes gesagt hatte: »Wenn du nicht Genosse wärst und Widerstandskämpfer, möchte ich dir eine runterhauen, wenn ich deine Malerei betrachte«,² und der auch Lea Grundig angriff, als sie Präsidentin der ersten »Intergrafik«, einer internationalen Grafikausstellung in Berlin, war.³ In einer solchen Atmosphäre den Kopf oben zu behalten, das gelang Herbert Sandberg; er wurde nach der Entlassung freischaffend, setzte sich durch und erwarb sich bei vielen Künstlern und Kulturschaffenden ein hohes Ansehen. 1983, als er 75 Jahre alt geworden war, schlug ihn der Künstlerverband für den Nationalpreis I. Klasse und als ordentliches Mitglied der Akademie der Künste vor; damit waren für ihn nach eigenem Bekunden »die blödsinnige Formalismusdebatte und ihre Auswirkungen« beendet.⁴ Dem Sektierertum, von dem Herbert Sandberg schrieb, waren in dieser Zeit auch zahlreiche andere Künstler ausgesetzt, deren Vorstellungen von sozialistischer Kunst nicht mit doktrinären Auffassungen von sozialistischem Realismus übereinstimmten. Sie hatten einen weiten Blick und blieben trotz aller Bevormundungsversuche bei ihrer Haltung; Willi Sitte gehörte dazu. Auch er musste sich damals selbstkritisch äußern, schrieb aber in seinen Lebenserinnerungen von »sagenhaften Dummheiten«, die ihn – nicht nur auf Alfred Kurella bezogen – damals auf eine harte Probe stellten.⁵ Solches Sektierertum ist bis heute nicht ausgestorben.

Vom Holzschnitt zur Aquatinta

In den Redaktionsräumen der Bildenden Kunst besuchte Herbert Sandberg uns öfter, unter anderem wenn er einen neuen graphischen Zyklus vollendet hatte und um eine Rezension bat. Dazu gehörten zum Beispiel »Die farbige Wahrheit«, eine 1975 abgeschlossene Folge von zehn farbigen Linol- und Decelithschnitten (Neubearbeitungen einer Auswahl von Drucken aus seiner 1972 vollendeten Mappe zum »Kommunistischen Manifest«), oder seine 25 Aquatintaradierungen zu Bertolt Brechts Gedicht »Der anachronistische Zug«. 1977 kam er mit einem alten, etwa einen Meter hohen, bemalten Karton in die Redaktion, weil er hoffte, jemanden zu finden, der etwas über die Herkunft dieser offenbar als Agitationstafel genutzten Arbeit herausfinden konnte. Sie war mit Tempera- und Aquarellfarben gemalt, in der Mitte gefaltet, ziemlich beschädigt und nicht signiert. Wir vermuteten wie er, dass sie aus den zwanziger Jahren stammen könnte, und baten den Kunsthistoriker Eckhard Hoffmeister um einen Beitrag dazu. Etwa ein Jahr später hing diese Tafel als restauriertes Werk eines Unbekannten, auf eine Pressspanplatte kaschiert und gerahmt, in der Ausstellung »Revolution und Realismus«; der Artikel dazu brachte aber auch keine eindeutige Zuordnung.⁶

Als Titelbild des Heftes 2/1982 wählten wir eine Radierung Herbert Sandbergs mit der Bezeichnung »Nein!« aus, die gegen die NATO-Hochrüstung gerichtet war, dazu als Leitartikel seinen Text »Kunst kann mehr leisten, als wir ihr zumuten!«. Als 1978 im Alten Museum Berlin die Ausstellung »50 Jahre Graphik und Satire« mit Blättern von Sandberg gezeigt wurde, konnte man nicht nur die Eindeutigkeit seiner politischen Haltung, sondern auch die Entwicklung seiner graphischen Mittel erleben.

Seit seiner Befreiung aus dem faschistischen Konzentrationslager Weimar-Buchenwald hatte er alle Möglichkeiten genutzt, die ihm graphische Techniken boten: Zunächst herrschte das klare Schwarzweiß, schon in von 1944 bis 1946 entstandenen Holzschnittskizzen für den Zyklus »Eine Freundschaft«, später in seinen Blättern »Verschiedener Meinung« oder »Die Eiferer« (1948). Die ersten Holzschnittskizzen waren bereits unter gefahrvollen, primitiven Bedingungen während einer Krankheit im KZ mit Ruß und Schlämmkreide entstanden und hielten Erlebnisse des KZ-Alltags fest; sie wurden nach Erfurt geschmuggelt und überstanden das Kriegsende, so dass er nach der Befreiung daran weiterarbeiten konnte. Hier fällt eine Parallele zu Leo Haas auf, der im KZ Theresienstadt ebenso heimlich zeichnete, seine Arbeiten vor einem Transport nach Auschwitz dort einmauerte und sie nach der Befreiung zu einem graphischen Zyklus verarbeitete.

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Herbert Sandberg: »Menschenrechte 1« aus dem Zyklus »Menschenrechte« aus dem Jahr 1979, 34,5 x 64,6 cm, Holzschnitt

Schon bald kamen in Sandbergs künstlerischem Schaffen die Differenzierungen der Aquatinta hinzu, einer Sonderform der Radierung, die ­feinste Tonwerte ermöglicht, unter anderem in den 14 Blättern zum Thema »Atom, Atom« (1957–61), in seinem autobiographischen Zyklus »Der Weg« (1958–65) oder in der Folge zu Brechts »Der anachronistische Zug« (1982–83). Auch dem Siebdruck wandte er sich zu – und der Lithografie in der Mappe »Meister der Musik« (1963). Vorwiegend in den siebziger Jahren hielten wohlüberlegte Spannungen mit klaren Farben Einzug in sein Werk. Schließlich kombinierte er in seinem Blatt »Der neue Sammler« (1974) den mehrfarbigen Linolschnitt mit einem Holzschnitt und zwei Aquatintaradierungen.

Herbert Sandberg schuf eine fast unüberschaubare Menge von Porträtkarikaturen in den unterschiedlichsten Techniken, darunter von seinen Künstlerfreunden Otto Nagel, Hans und Lea Grundig, Max Lingner, von den Mitgliedern der sowjetischen Karikaturistengruppe »Kukryniksy«, von Renato Guttuso und Jean Effel, von den Schriftstellern Bertolt Brecht, Heinrich und Thomas Mann, Hermann Kant, Ilja Ehrenburg und Stephan Hermlin, den Schauspielern und Filmemachern Wolf Kaiser, Charlie Chaplin, Gisela May, Ernst Busch und Sergej Eisenstein. Aus diesen Karikaturen kann man seine Sympathien herauslesen; seine Feinde verspottete er unbarmherzig: Alfred Hugenberg, Albert Kesselring, Hans Globke, Konrad Adenauer usw. Diese Karikaturen dokumentieren ein Stück widerspruchsvoller Geschichte.

In seiner Mappe »Das Kommunistische Manifest« machte er seine ganz eigene Sicht auf kapitalistische Lebensverhältnisse anschaulich. Er illus­trierte weder das geschriebene Wort, noch versuchte er, detailreich die Beziehungen dieses grundlegenden Werkes der Arbeiterbewegung zur aktuellen Gegenwart zu erfassen. Er reduzierte wie in einem Brennglas die Gedanken von Marx und Engels auf wenige Symbole: auf eine zerrissene Kette zwischen zwei Armen, die sich zur Sonne emporrecken, oder auf den Gegensatz zwischen einem Demonstrationszug und einem gehetzten Kuli, der in seiner Rikscha zwei fette Kapitalisten zieht. Diese Blätter sind beinahe signethaft verknappt und wie Plakate auf Fernsicht konzipiert.

Eine Jahrhundertbiographie

Sandberg überstand zehn Jahre Haft in Nazideutschland, zunächst im Zuchthaus Brandenburg-Görden, die meiste Zeit als Häftling in Buchenwald. Über diese Jahre habe ich ihn nie reden hören, aber er beschrieb sie in seinen Lebenserinnerungen ausführlich und bewegend. Jene, die heute die Selbst­befreiung Buchenwalds leugnen und die Verbrechen der Faschisten durch den ständigen Verweis auf die Nachfolgelager relativieren, sollten diese Seiten intensiv und ohne ideologische Scheuklappen lesen. Man kann Geschichte fälschen, aber authentische Zeugnisse nicht; man kann sie unterschlagen, aber sie bleiben. Das Leben Herbert Sandbergs legt Zeugnis ab, und es ist gut, dass man auch später hier Wahrheiten finden kann. Am meisten an dieser Biographie beeindruckt mich die Standhaftigkeit, mit der dieser Künstler, der so Schlimmes durchlebt hatte, in der Zeit der Formalismusdebatte bei seiner Haltung blieb.

Herbert Sandberg wurde am 18. April 1908 in Posen (Poznan) geboren, hatte einen streng jüdisch-orthodoxen Vater und verbrachte seine Kindheit und Jugend in Zabrze und Breslau (Wrozlaw).⁷ Dort besuchte er das Gymnasium, war nach dem Abitur für kurze Zeit an der Handelsschule in Burgpreppach (Unterfranken) und nahm schließlich 1925/26 ein Studium an der Kunstgewerbeschule in Breslau und später an der dortigen Staatlichen Akademie für Kunst und Kunstgewerbe auf, wo er bei dem bekannten Expressionisten Otto Mueller studierte, der zu den »Brücke«-Künstlern gehörte, jede bürgerliche Anpassung ablehnte und dessen Werke später zur »entarteten Kunst« degradiert wurden. Sicher hat sich vieles von Muellers Haltung auf Herbert Sandberg übertragen. Ab 1926 musste er selbst Geld verdienen, weil er sich mit seinem Vater überworfen hatte, und zeichnete für die örtliche Presse, darunter für die Schlesische Arbeiterzeitung. Im Herbst 1928 zog er nach Berlin um. Bis 1933 zeichnete Sandberg für verschiedene Berliner Zeitungen, unter anderem für das Berliner Tageblatt, den Roten Pfeffer und den Wahren Jacob, wurde Mitglied der KPD und der Assoziation revolutionärer bildender Künstler (Asso). Seine illegale Tätigkeit und seine aktive Nazigegnerschaft führten schließlich 1934 mit dem Tatvorwurf »Vorbereitung zum Hochverrat« zur Inhaftierung im Brandenburger Zuchthaus. Von dort wurde er 1937 nicht entlassen, sondern als Jude und Kommunist in die Gestapozellen in der Prinz-Albrecht-Straße und später in das Polizeipräsidium am Alexanderplatz überführt. Schließlich kam er vom Sommer 1938 bis zum Kriegsende in das Konzentrationslager Buchenwald und arbeitete unter elenden Bedingungen in einer Maurerkolonne. Sein Bruder Ismar, der Gärtner auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee gewesen war, wurde 1943 mit seiner Familie in Auschwitz ermordet. Für Herbert Sandberg war die Beschäftigung mit Kunst, auch mit Musik, lebenswichtig. Später bekannte er, dass er ohne die Erinnerung an solche Künstler wie Goya, William Hogarth, Käthe Kollwitz, George Grosz und Frans Masereel nicht die Kraft gehabt hätte, die schwere Haftzeit zu überstehen.

Nach dem Krieg gab Sandberg gemeinsam mit Günther Weisenborn die Satirezeitschrift Ulenspiegel heraus, erarbeitete Bühnenbilder für Berliner Theater, pflegte zahlreiche Freundschaften – zu Emil Carlebach, den er schon aus Buchenwald kannte, zu Alfred Döblin, Jean-Paul Sartre, Karl Hofer, Heinrich Ehmsen, Max Pechstein, Bele Bachem, Hanns Eisler, Gabriele ­Mucchi, John Heartfield, Erwin Strittmatter, Anna Seghers, Friedrich Wolf, Arnold Zweig, Heiner Müller, Ronald Paris, HAP Grieshaber und zahlreichen anderen. Die Liste dieser Bekanntschaften und Freundschaften ist nahezu unendlich; sie wirkt wie ein Kompendium der Intellektuellen und Künstler dieser Zeit.

Von 1970 bis 1972 unterrichtete Sandberg als Gastdozent an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 1972 wurde er zum Professor ernannt. In der beliebten Monatszeitschrift Das Magazin schrieb er von 1954 bis 1990 in der Rubrik »Der freche Zeichenstift« über Karikaturisten im In- und Ausland. Ab 1954 erschien in der Sonntagsausgabe der Zeitung Neues Deutschland seine Serie »Mit spitzer Feder« und ab 1967 die Porträtserie »Sandbergs kleine Galerie« in der Neuen Berliner Illustrierten. Er war unermüdlich, engagierte sich auch in hohem Alter noch im Verband Bildender Künstler der DDR, war dort Vorsitzender der Graphikgruppe der Zentralen Sektionsleitung Malerei und Graphik, war Ehrenmitglied des Zentralvorstandes und erhielt als einer der ersten Künstler die vom Verband gestiftete Hans-Grundig-Medaille. Im Mai 1981 tagte der Zentralvorstand in Weimar und Erfurt. Dort formulierte er ein Credo seines Lebenswerkes: »Der Sozialismus ist das Modernste, und so kann die Kunst nicht aussehen wie im 19. Jahrhundert. (…) Schönheit ist die (…) sichtbar ausgesprochene Wahrheit. Zum Aussprechen gehören aber wirkliche Worte; ein unartikuliertes Lallen ist kein Sprechen.«⁸

Als er starb, war Herbert Sandberg 82 Jahre alt. Sein Leben hatte ihn weise gemacht.

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Herbert Sandberg, geboren am 18. April 1908 in Posen, gestorben am 18. März 1991 in Berlin (Aufnahme aus den 1980er Jahren)

1 Herbert Sandberg: Spiegel eines Lebens. Erinnerungen, Aufsätze, Notizen und Anekdoten, Berlin und Weimar 1988, S. 111/112

2 ebenda, S. 225

3 Peter Michel: Künstler in der Zeitenwende I, Berlin 2016, S. 100–102

4 Sandberg, Spiegel, a. a. O., S. 104

5 vgl. Willi Sitte: Farben und Folgen. Eine Autobiographie, Leipzig 2003, S. 67

6 Eckhard Hoffmeister: Agitationstafel von 1920?, Bildende Kunst, Heft 11/1978, S. 569

7 Die folgenden biografischen Fakten wurden z. T. ergänzt mit Hinweisen aus der Webseite www.herbert-sandberg.de

8 Fühlen wir uns verantwortlich für jeden Tag, in: Bildende Kunst, Heft 8/1981, S. 366

Peter Michel schrieb an dieser Stelle zuletzt am 18. Dezember 2020 über die Bildhauerin Ruthild Hahne: »Schlichtheit und Größe«.

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