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Aus: Ausgabe vom 27.02.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Pionierleistungen

Geheimnisse der Sowjettechnik | Do., 15.40 Uhr, ZDF Info
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Kein Space Shuttle, sondern die sowjetische Raumfähre »Buran«, die über ein weit modernes Antriebssystem verfügte, aber nie zum Einsatz kam ...

»Sowjetische Technik erfüllte Menschheitsträume.« Nur zwölf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der erste Sputnik ins All geschossen, doch die Raumfahrt ist nicht der einzige Bereich, in dem die Sowjetunion führend war. ZDF Info beleuchtet einige der Highlights der Ingenieurskunst im Osten, darunter den Tokamak-Fusionsreaktor und das Tupolew-Überschallflugzeug. Geheimnisse werden nicht – wie vollmundig angekündigt – aufgedeckt, doch es bleibt im Ganzen eine schöne Übersicht über die Leistungen des Chefs des sowjetischen Raketenprogramms, Sergej Koroljow, über die Juri Gagarins, Walentina Tereschkowas u. a. Für die Produktionsbedingungen des Raumfahrtprogramms interessiert man sich erst gegen Ende der Doku. Während zuvor nur von genialen Erfindern die Rede war, heißt es angesichts der Krise der Sowjetunion ab den 70er Jahren: Die Planwirtschaft könne eben keine Innovationen befehlen. Eine selektive Wahrnehmung, die den eigentlich guten Eindruck der Doku trübt. (mp)

Wer fürchtet sich eigentlich vor wem?

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Debatte

  • Beitrag von Torsten Andreas S. aus B. (27. Februar 2021 um 06:17 Uhr)
    Sehr hübsch: Die NASA wollte die IRS (ISS) gerne als »Alpha« bezeichnen. Als wäre sie weltweit die erste Raumstation gewesen/geworden. Das kam bei den PartnerInnen im Osten nicht gut an, denn es gab ja vorher schon so einige Raumstationen ohne NASA. Ganz zu schweigen davon, dass die gesamte IRS-Station auf den Bauteilen aus der Russländischen Föderation beruht.

    Bei der Gelegenheit: »Kosmonaut« als Bezeichnung für die RaumfahrerInnen ist sinnvoll. »Astronaut« bringt es nicht, denn niemand kann zu den Sternen fliegen. Die sind allesamt zu heiß.

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