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Aus: Ausgabe vom 16.01.2021, Seite 8 / Ansichten

Trinkspiel des Tages: CDU-Parteitag

Von Peter Merg
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Es wird spannend auf dem digitalen CDU-Parteitag: Wer beerbt Angela Merkel, äh, Annegret Kramp-Karrenbauer? Wird es der knuffige Armin Laschet, Friedrich Merz, der Mann mit dem Charme einer Nagelzange, oder doch Underdog Norbert Röttgen, der unermüdliche Brückenbauer über den Atlantik? Eine äußerst vielfältige Auswahl aus älteren Herren, die weiß und aus NRW sind, alle einen Juraabschluss haben. Da möchte niemand in der Haut der Delegierten stecken.

Außer die jW-Redaktion. Um dem deutschen Konservatismus wieder auf die Beine zu helfen, befragte am Freitag ein Feuilletonkollege mit sanfter Gewalt (»Merz oder Makarow, was wählst du Genosse?!«) die diensthabenden Redakteurinnen und Redakteure nach ihren Präferenzen für die Kanzlerkandidatur der Union. Moment, die Kanzlerkandidatur? Ja, denn wie Christian Lindner bereits klarstellte: Weshalb sollte man sonst CDU-Vorsitzender werden wollen, wenn nicht aus Gier nach dem Kanzleramt? Es ging also um alles.

Die Überraschung zuerst: Röttgen (»ein Mann für die Schwiegermutter«) und Laschet (»der lacht so schön«) liegen mit 22,7 Prozent gleichauf. Knapp dahinter, mit 18 Prozent der Stimmen, der hagere Erzsympath Merz, der es hinsichtlich der Prioritäten bürgerlicher Herrschaft nie an der nötigen Deutlichkeit missen lässt. Womit die Sache klar ist, für uns kann es nur einen geben: Markus Söder, die »vollendete, feist und fies lächelnde politische Ortlosigkeit; offen für alles, von Faschismus bis Ökofaschismus«, wie ein Kollege messerscharf feststellte.

Also, liebe CDU-Leute, entspannt euch! Es ist egal, bei wem ihr am Sonnabend euer Kreuzchen macht. Trinkt einen Kurzen und lasst euch ganz von eurem Instinkt leiten, denn eins ist klar: Die Rettung kommt aus Bayern. Na dann Prost!

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Leserbriefe zu diesem Artikel:

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