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Aus: Ausgabe vom 15.01.2021, Seite 16 / Sport
Fußball

Die Quittung

Die Finalisten im Copa Libertadores stehen fest
Von André Dahlmeyer
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Mit Vorsprung zum Rückspiel: Der Mannschaftsbus von Palmeiras fährt zur Begegnung mit River Plate in São Paulo

São Paulo. Keine Zuschauer, fremdes Stadion, das war letzte Woche beim Copa Libertadores Halbfinalhinspiel in Buenos Aires wohl etwas zuviel für den argentinischen Rekordmeister River Plate, der gegen die brasilianische Mannschaft Sociedade Esportiva Palmeiras aus São Paulo eine in dieser Höhe (0:3) unerwartete Packung erhielt. Der erste Treffer war die Konsequenz eines gravierenden Fehlers von Nationaltormann Franco Armani, beim zweiten ließ sich derselbe tunneln und der dritte nach einer Stunde, River spielte bereits in Unterzahl, war dann fast schon egal.

Vor dem Rückspiel Dienstag nacht in São Paulo hatte Rivers Trainer Marcelo Gallardo eine »epische Nacht« angekündigt in der zum dritten Mal hintereinander das Finale der Copa erreicht werden sollte. Nach dem ängstlichen 4-1-3-2 vom Hinkampf stellte »Napoleón« auf ein lustvolleres 3-5-2 System um, wobei Rechtsverteidiger und Nationalspieler Gonzalo Montiel ins Mittelfeld hochrückte. Die Strategie ging auf. Die Argentinier zelebrierten einen spektakulären Tanz, der am Ende jedoch vom Videoassistenten bürokratisch ausgebremst wurde.

River Plate hatte den Gegner zunächst neutralisiert, die erste Halbzeit war Perfektion. Nach einer halben Stunde brachte Robert Rojas durch einen Kopfball vom Elfer nach einer Ecke von Nicolás De La Cruz Plate in Führung. Palmeiras versank in Konfusion. Rafael Santos Borré erhöhte per Kopf aus dem Fünfer auf 0:2. Kurz nach der Pause das 0:3 durch einen Volley von Montiel. Aberkannt! River rannte weiter gegen das Bollwerk der Brasilianer an. Dann fliegt Rojas mit Doppelgelb (72’). Schiri Esteban Ostojich pfeift einen Foulpenal für River. Zurückgenommen! Die letzten Minuten waren elektrisierend, doch am Ende fehlte ein Tor zum Elferballern. River bezahlte die Fehler des Hinspiels teuer.

Die Boca Juniors aus Buenos Aires traten nach dem 0:0 zu Hause in der Bombonera am Mittwoch zum Rückkampf im Estádio Urbano Caldeira, einem der beiden ältesten Stadien Brasiliens, beim FC Santos an. Eine Hinrichtung. In Argentinien wurde aufgrund der Pandemie acht Monate lang kein Fußball gespielt, auch das Training war komplett untersagt, und die Quittung wurde jetzt abgestempelt. Boca Juniors: 0. Santos: 3.

Das Endspiel bestreiten am 30. Januar im Maracanã Palmeiras und Santos. Der FC Santos steht zum fünften Mal im Finale. 1962 und 63 gewannen sie mit Pelé, 2011 mit Neymar Jr.

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