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»Sexsklavinnen«: Japan soll entschädigen

Seoul. Ein Gericht in Südkorea hat die japanische Regierung zu Entschädigungszahlungen an frühere sogenannte Sexsklavinnen im Zweiten Weltkrieg verurteilt. Das frühere Japanische Kaiserreich sei für das Zwangssystem der Sexarbeit verantwortlich gewesen, befand am Freitag das Gericht in der Hauptstadt Seoul. Es gab mit seinem Urteil damit einer Zivilklage von südkoreanischen Frauen statt, die während des Krieges von Japan als Zwangsprostituierte eingesetzt worden waren. Die Gerichtsentscheidung löste umgehend politische Spannungen zwischen beiden Ländern aus. Das Urteil verstoße gegen das Völkerrecht, erklärte das Außenministerium in Tokio. Es sei »extrem bedauerlich«, dass das Gericht das Prinzip der Staatenimmunität geleugnet habe. Das japanische Außenministerium bestellte wegen des Urteils den südkoreanischen Botschafter ein. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.01.2021, Seite 6, Ausland

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