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Aus: Ausgabe vom 04.12.2020, Seite 1 / Inland
Maßnahmen in der Coronakrise

Teillockdown in BRD verlängert

Coronafallzahlen bleiben auf hohem Niveau. Einhaltung der Hygieneregeln angemahnt
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Selbstschutz: Lehrkräfte und Erzieher sollen sich fortan gegenseitig auf Infektion mit dem Coronavirus testen (Symbolbild, Hildburghausen, 2.12.2020)

Den vielzitierten Experten bleibt nur noch das Prinzip Hoffnung: Die Coronafallzahlen in der Bundesrepublik bewegen sich aus Sicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) weiter auf zu hohem Niveau. RKI-Präsident Lothar Wieler rief am Donnerstag in Berlin die Bevölkerung eindringlich dazu auf, Regeln zu Abstand, Hygiene und Alltagsmasken »immer und überall« zu beherzigen. Auch an den bevorstehenden Weihnachtstagen gelte es, Kontakte so stark wie möglich einzuschränken.

Wieler äußerte die Hoffnung, dass die Bereitschaft, die Regeln zu befolgen, zunehme. Mehr Menschen würden aus eigener Anschauung den Ernst der Situation erkennen. Aktuell würden sich aber frühere Befürchtungen bewahrheiten: Die Beschäftigten der Gesundheitsämter seien zusehends erschöpft und schafften es nicht mehr zu ermitteln, wo sich Betroffene angesteckt haben. In einigen Regionen kämen Krankenhäuser an Belastungsgrenzen. Die Zahl der schweren Verläufe und Todesfälle steige von Woche zu Woche.

Um die Virusausbreitung einzudämmen, hatten Bund und Länder am Mittwoch beschlossen, den seit Anfang November geltenden »Teillockdown« mit Schließungen zahlreicher Einrichtungen bis 10. Januar 2021 zu verlängern. Mit Blick auf die angestrebte Senkung der gemeldeten Neuinfektionen auf unter 50 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen sagte der RKI-Chef, dies sei »prinzipiell machbar«. Derzeit liegt die Rate nach amtlichen Angaben bei 134.

Zur besseren Erfassung neuer Fälle, vor allem in möglichen Infektionsclustern wie Schulen oder Kindertagesstätten, sollen sich künftig Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher nach einer entsprechenden Schulung auch selbst auf das Coronavirus testen dürfen. Sie können von diesem Freitag an »eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen«, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Gewerkschaften und Verbände begrüßten die Möglichkeit zwar grundsätzlich. Jedoch wisse niemand, wie das praktisch umgesetzt werden solle und ob es überhaupt genügend Tests dafür gebe. (dpa/jW)

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Leserbriefe zu diesem Artikel:

  • René Osselmann, Magdeburg: Augen zu und durch Das Coronavirus (SARS-CoV-2-Virus) hält die Bundesrepublik weiter in Atem, und keiner weiß, wie lange wir noch mit der Pandemie zu kämpfen haben! Fakt ist, Corona ist kein Spiel, sondern dieses Virus ...