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Aus: Ausgabe vom 22.10.2020, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: »Das System musste weg«

»Black Panthers« | Di., 20.15, Arte
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Gegen den Rassismus und die Polizeigewalt in den USA hilft nur Organisation: Mitglieder der Black Panther Party in Oakland (undatiert)

»Unser Standpunkt war: In einem System, das uns unterdrückt, werden wir nie frei sein können. Das hieß, das System musste weg«, bringt Elaine Brown, Ex-Black-Panther-Mitglied, die Lage der schwarzen Community in den USA der 1960er Jahre auf den Punkt. Rassistische Polizeigewalt war – nicht viel anders als heute – Alltag. Die Black Panther sahen in dieser Situation keinen anderen Weg als den der Militanz. In der zweiteiligen Dokumentation von Stanley Nelson, die Arte am Dienstag ausstrahlte, kommen Panther-Mitbegründer wie Huey Newton und Bobby Seale zu Wort, aber auch Polizisten. Erst mit dem bewaffneten Auftreten von Black-Panther-Aktivisten gelang es, wenigstens in einigen Situationen auf Augenhöhe mit der Staatsgewalt zu kommen. Mitgearbeitet an diesem bemerkenswerten Film hat auch Donna Murch. Die Rassismusforscherin von der kalifornischen Berkeley-Universität wird am 9. Januar 2021 auf der XXVI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen Welt über die historischen Kontinuitäten des Rassismus in den USA sprechen. (mis)

Der Film in der Arte-Mediathek: https://kurzelinks.de/blackpanther1-2

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