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Aus: Ausgabe vom 02.10.2020, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Koloniale »Aufarbeitung«

Fazit – Kultur vom Tage | Mi., 23.05 Uhr, DLF Kultur
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Deutscher Völkermord an Herero und Nama: Denkmal in der namibischen Hauptstadt Windhoek

Im Schneckentempo wird auf immer lauter werdende Forderungen aus Wissenschaft und Aktivismus reagiert, deutsche Kolonialverbrechen an die Öffentlichkeit zu bringen. Deutschlandfunk Kultur widmete sich einer gerade eröffneten Doppelausstellung in Frankfurt am Main zu Rassismus und Kolonialismus. Die im Historischen Museum schreibt sich den Widerstand dagegen auf die Fahne, denn – so der Titel des Beitrags – »Der Kampf gegen Rassismus ist 200 Jahre alt«. Nein, ist er nicht. Er begann mit der »weißen« Usurpation. Auch der Direktor der zweiten Ausstellung in der Bildungsstätte Anne Frank nähert sich den Verbrechen zaghaft. Auf einer Skizze aus Namibia, kolonial: Deutsch-Südwest, sei »sozusagen« das erste von Deutschen errichtete Konzentrationslager zu sehen. Nein, das war es, Punkt. Klare Benennung ist essentiell. Ironie dagegen fehl am Platz. Bei der FAZ (Dienstag) hieß es zum Ausstellungsbild »Pediküre«, das rassistische Hierarchie umkehrt, in der Bildunterschrift: »Finde den Fehler«. (si)

Unverzichtbar!

»Die einzige deutschsprachige Tageszeitung, die konsequent an der Seite Kubas steht. Das macht die junge Welt für mich unverzichtbar.« Petra Wegener, Vorsitzende der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba

Eine prinzipienfeste, radikal kritische Tageszeitung ist durch nichts zu ersetzen für all diejenigen, die dem real existierenden Kapitalismus und Faschisten etwas entgegensetzen wollen.

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