-
30.09.2020
- → Antifaschismus
Razzia vereitelt Kampfsportevent
Magdeburg. Die seit 2013 jährlich von Neonazis organisierte Veranstaltungsreihe »Kampf der Nibelungen« (KdN) wird zum zweiten Mal in Folge nicht stattfinden. Eine Razzia der Polizei im sachsen-anhaltischen Magdeburg am Sonnabend habe dies verhindert, wie das antifaschistische Nachrichtenportal »Blick nach rechts« am Montag berichtete. Demnach trafen die Einsatzkräfte im Klubhaus der Motorradvereinigung »Division 39 Magdeburg« die KdN-Veranstalter um den Dortmunder Neonazi Alexander Deptolla an. Dieser ist Funktionär der faschistischen Kleinstpartei »Die Rechte«. Dem Bericht zufolge versammelten sich im Klub rund 90 Rechte aus dem gesamten Bundesgebiet. Festnahmen habe es keine gegeben, jedoch sei der bereits für die »Free Fighting«-Kämpfe aufgebaute Boxring beschlagnahmt worden. Das Event sollte am 10. Oktober stattfinden. Bereits im vergangenen Jahr war es kurz vor Austragung im sächsischen Ostritz verboten worden. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!