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Estland: Finanzminister bleibt im Amt

Tallinn. Estlands Finanzminister Martin Helme hat im Parlament in Tallinn ein Misstrauensvotum überstanden. Nur 45 der 101 Abgeordneten sprachen sich am Mittwoch abend für seine Abberufung aus. Dem Chef der rechten Estnischen Konservativen Volkspartei (EKRE) wird vorgeworfen, dem Staat wissentlich und vorsätzlich Schaden zugefügt zu haben. Konkret geht es um eine Vereinbarung von drei Millionen Euro, die Helme im Juli mit einer vom früheren FBI-Chef Louis Freeh geleiteten Anwaltskanzlei getroffen hatte. Diese soll Talinn in den Untersuchungen vertreten, die die USA wegen der milliardenschweren Geldwäscheskandale von nordischen Banken in Estland eingeleitet haben. Nach Ansicht der Opposition wurde der Vertrag ohne ein transparentes Verfahren abgeschlossen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.09.2020, Seite 7, Ausland

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