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31.08.2020
- → Politisches Buch
Neu erschienen
Rotfuchs
Mehrere Autoren im Juli-/Augustheft der »Tribüne für Kommunisten, Sozialisten und andere Linke« befassen sich mit der Coronapandemie, darunter Achim Dippe (»Das Coronavirus und das deutsche Kapital«). Bernhard Majorow untersucht »Die Zerschlagung der SED«. Matin Baraki warnt vor einem möglichen Konflikt zwischen China und Indien, Eike Kopf zeigt in einer umfangreichen Analyse, wie das Erbe von Marx und Engels heute in der Volksrepublik China beachtet wird. Uli Jeschke charakterisiert Kampfdrohnen als »Mittel staatsterroristischer Kriegführung«, Henrique Wellen skizziert das mafiöse Geflecht, mit dem der Bolsonaro-Clan Brasilien regiert, Georges Hallermayer geht dem Verlauf der Krise in Mali nach. Silvio Michallek würdigt den 100. Jahrestag der Gründung der KP Großbritanniens, Zbigniew Wiktor skizziert die politische Lage in Polen. (jW)
Rotfuchs, Juli/August 2020, 40 Seiten, kostenlos, Spende erbeten, Bezug: Rainer Behr, Postfach 820231, 12504 Berlin, Tel. 030/98389830, E-Mail: vertrieb@rotfuchs.net
Arbeiterpolitik
Die Gruppe Arbeiterpolitik hat ein Sonderheft ihrer gleichnamigen Zeitschrift herausgegeben, das sich mit dem Thema »Rechtspopulismus heute und in der Weimarer Republik« und der Frage, ob ein »neuer Faschismus« droht, beschäftigt. Im ersten Teil des Heftes wird der Aufstieg »rechtspopulistischer« Parteien in der Bundesrepublik und im restlichen Europa seit den 1990er Jahren nachgezeichnet. Analysiert werden deren Ideologie, Ursprünge, Regierungspraxis und ihr Verhältnis zum Faschismus. Ein zweiter grundsätzlicher Beitrag wendet sich gegen die »idealistische Kritik der Rechtsentwicklung als Erbe westdeutscher ›Faschismusbewältigung‹« und versucht die Frage zu klären, wie der »Kampf gegen rechts« zu führen ist. Der zweite Teil des Heftes dokumentiert Analysen August Thalheimers aus den Jahren 1929 bis 1936 zur Frage, was unter Faschismus zu verstehen ist, zur Krise des Parlamentarismus, zur Entwicklung der faschistischen Konterrevolution, zur Einheitsfront der Arbeiterklasse gegen den Faschismus und zum Problem der Volksfrontpolitik in Spanien und Frankreich. (jW)
Arbeiterpolitik. Informationsbriefe der Gruppe Arbeiterpolitik, Sonderheft, 31 Seiten, 3 Euro, Bezug: GFSA e. V., Postfach 10 64 26, 20043 Hamburg, E-Mail: arpo.berlin@gmx.de
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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