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Fall Nawalny: Moskau ersucht Rechtshilfe

Berlin. Im Fall des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny hat die russische Justiz offenbar ein Rechtshilfeersuchen an die deutschen Behörden gestellt. Laut einem Bericht der Welt am Sonntag bestätigte das Bundesjustizministerium den Eingang eines Antrags des russischen Generalstaatsanwalts, in dem dieser um Übermittlung von Analysen und vorläufigen Diagnosen bat. Nawalny war vor gut einer Woche in gesundheitlich kritischer Lage aus einer Klinik im sibirischen Omsk in die Berliner Charité verlegt worden. Er liegt dort auf der Intensivstation im künstlichen Koma. Die Berliner Ärzte gehen von einer »Intoxikation« Nawalnys durch eine »Substanz aus der Wirkstoffgruppe der Cholinesterasehemmer« aus. Nawalnys Umfeld vermutet, dass staatliche Stellen seine Vergiftung veranlasst haben könnten. Russische Behörden wollen dafür keine Belege gefunden haben. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 31.08.2020, Seite 4, Inland

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