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Leserbrief zum Artikel Fall Nawalny: Moskau ersucht Rechtshilfe vom 31.08.2020:

Noch eine Falschmeldung

Die marxistische Zeitung junge Welt verwendet eine Meldung aus der Qualitätszeitung Welt am Sonntag, wonach die russische Justiz um Rechtshilfe beim Bundesjustizministerium im Fall Nawalny ersucht habe. Die Anfrage des russischen Generalstaatsanwalts um Übermittlung von Analysen und Diagnosen des Berliner Charité-Krankenhauses ist kein Rechtshilfeersuchen. Die Daten werden zur Prüfung der von der Berliner Regierung behaupteten und von Berliner Ärzten bestätigten »mutmaßlichen Vergiftung Nawalnys« benötigt. Der Befund der Berliner Ärzte: »Intoxikation«, wird unkritisch von der jW übernommen. Und weiter: »Russische Behörden (nicht Ärzte) wollen dafür (Intoxikation) keine Belege gefunden haben.« So endet der jW-Bericht mit einem Vorwurf an die russischen Ärzte in Omsk. Die Berliner Ärzte haben verstanden. Sie liefern wie gewünscht. Sie lassen ihre Regierung nicht im Stich.
Ewald Ressel, Bietigheim-Bissingen
Veröffentlicht in der jungen Welt am 03.09.2020.