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Protest bei Norma Group in Offenbach

Offenbach. Die IG Metall und der Betriebsrat der Norma Group riefen am vergangenen Freitag zu einer Kundgebung im hessischen Offenbach auf. Das Unternehmen will am Standort in Maintal bis zu 200 Stellen streichen und das Werk in Gerbershausen in Thüringen ganz schließen. Teile der Produktion sollen nach Maintal und nach Tschechien verlagert werden.

An der Spitze des Protests steht die IG Metall Hanau-Fulda. In einer am vergangenen Mittwoch verbreiteten Pressemitteilung heißt es zum »Zukunftskonzept« des Konzerns: »Das ist kein Zukunftskonzept, sondern ein Generalangriff auf die Beschäftigten, ihre Arbeitsplätze und ihre Arbeitsbedingungen und stößt auf unseren Widerstand.«

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Um diesen »Generalangriff« zügig durchführen zu können, will die Unternehmensleitung nicht mit den Betriebsräten an den betroffenen Standorten selbst verhandeln, sondern mit dem Gesamtbetriebsrat des börsennotierten Konzerns für sogenannte Verbindungstechnik, erklärten die Metaller aus dem Bezirk Hanau-Fulda. Über die Rechtmäßigkeit dieses taktischen Winkelzugs der Norma Group wird aktuell vor dem Arbeitsgericht in Offenbach verhandelt. »Über die Zukunft eines Standorts kann ich nur als Betriebsrat vor Ort verhandeln«, betonte etwa Klaus Ditzel, Vorsitzender des Gremiums am Stammsitz in Maintal, auf der Kundgebung. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.07.2020, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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