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Halle: Einsatzleiter angeblich uninformiert

Magdeburg. Der Leiter des Polizeieinsatzes beim Neonazianschlag von Halle am 9. Oktober 2019 will erst spät von einem Schusswechsel zwischen dem Täter und Polizisten erfahren haben. Die Sicherheitskräfte vor Ort hätten auf die Frage, ob sie geschossen hätten, nicht geantwortet, sagte der Beamte der Polizeiinspektion Halle am Donnerstag im Untersuchungsausschuss des Landtages in Magdeburg. Die Schüsse seien erst nach der Festnahme des Täters knapp zwei Stunden später bekanntgeworden. Auch dass andere Polizisten den Täter bei dessen Flucht über die Autobahn aus den Augen verloren hätten, sei bei ihm mit erheblicher Verzögerung angekommen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 17.07.2020, Seite 2, Inland

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