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06.07.2020
- → Politisches Buch
Neu erschienen
Bredel-Gesellschaft
Die Willi-Bredel-Gesellschaft Hamburg hat eine Dokumentation des Stadtplaners und Architekten Michael Holtmann aus dem Jahr 1986 neu aufgelegt: »Wohnungsbau für die Rüstungsindustrie – Siedlungen für das Hanseatische Kettenwerk und die Messap«. Der Autor zeichnet darin den Werdegang des Wohn- und Fabrikkomplexes des Hanseatischen Kettenwerks (Hak) und der Messapparate GmbH (Messap) ab 1935 nach. In diesen Werken, die zu den größten Rüstungsbetrieben in Hamburg gehörten, wurden Granathülsen bzw. Zünder hergestellt. Die Dokumentation bietet interessante Einblicke in die Kriegsvorbereitungen in Hamburg. Die leicht bearbeitete Neuausgabe enthält ein Nachwort von René Senenko sowie Literaturhinweise und ist reich mit historischen Fotos und Zeichnungen illustriert. (jW)
Willi-Bredel-Gesellschaft. Geschichtswerkstatt e. V., Hamburg 2020, 44 Seiten, 4,80 Euro (bei Versand plus Porto). Bezug: Willi-Bredel-Gesellschaft. Geschichtswerkstatt e. V., Ratsmühlendamm 24, 22335 Hamburg, Tel.: 0 40/ 59 11 07, E-Mail: willi-bredel-gesellschaft@t-online.de
Friedensforum
Heft 4 der sechsmal jährlich erscheinenden Zeitschrift der Friedensbewegung hat den Schwerpunkt »Sicherheit neu denken«. In Frage gestellt werden die militärische Sicherheitspolitik und die Militärausgaben, aufgezeigt werden zivile Alternativen. Ralf Becker (»Wir leben in Zeiten großer Transformation«) plädiert dafür, den Glauben an die Wirksamkeit von Gewalt zu untergraben. Säulen ziviler Sicherheitspolitik seien gerechte Außenbeziehungen, nachhaltige Entwicklung der EU-Anrainerstaaten, zivile Teilhabe an internationalen Sicherheitsorganisationen, »resiliente Demokratie« und komplette Konversion von Bundeswehr und Rüstungsindustrie. Im Interview und einem Artikel (»Mobilisierung für eine zivile Sicherheitspolitik«) erläutert Stefan Maaß, Friedensbeauftragter der Evangelischen Landeskirche in Baden, den von letzterer entwickelten Ansatz. Außerdem: Beiträge zu »Corona und Militarismus« sowie »Kein Frieden in Nordsyrien in Sicht«. (jW)
Friedensforum. Zeitschrift der Friedensbewegung, Jg. 33, Nr. 4/2020, 56 Seiten, 4,50 Euro. Bezug: Netzwerk Friedenskooperative, Römerstr. 88, 5311 Bonn, Tel.: 02 28/69 29 04, E-Mail: friekoop@friedenskooperative.de
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Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
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