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Faschist verübt ­Anschlag in Niedersachsen

Einbeck. Ein polizeibekannter Neonazi soll im südniedersächsischen Einbeck einen Sprengsatz im Briefkasten einer Frau gezündet haben, die sich wiederholt gegen rechts eingesetzt habe. Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen am Donnerstag. Der 26jährige sei bereits unter anderem wegen Volksverhetzung angeklagt. Er soll im Herbst vor der KZ-Gedenkstätte Moringen mit antisemitischen Parolen posiert haben.

Bei dem Anschlag habe er sich so schwer an der Hand verletzt, dass die Polizei die Blutspur bis zu einem Wohnhaus in der Nachbarschaft verfolgen konnte. Ein Zeuge hatte in der Nacht zum Mittwoch den 26jährigen und einen zweiten, 23 Jahre alten mutmaßlichen Neonazi weglaufen sehen. Die Verdächtigen wurden laut Innenministerium nur vorläufig festgenommen. Bei einer Wohnungsdurchsuchung seien auch Waffen sichergestellt worden. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.06.2020, Seite 1, Inland

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