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Aus: Ausgabe vom 28.02.2020, Seite 14 / Feuilleton

Menschlichkeit?

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Nach den schweren Zusammenstößen zwischen Hindus und Muslimen in Indiens Hauptstadt Neu-Delhi hat sich die Zahl der registrierten Toten auf 35 erhöht. Nach Polizeiangaben gab es in der Nacht zum Donnerstag vereinzelt weitere Gewalt. Auslöser der Unruhen waren Kundgebungen für und gegen die »Reform« des Staatsbürgerschaftsgesetzes, die nach Ansicht von Kritikern Muslime diskriminiert. Bei den Ausschreitungen zu Wochenbeginn waren mehr als 200 weitere Menschen verletzt worden. So auch der 37jährige Muslim Mohammad Zubair (siehe Bild). Er wurde von einer Gruppe von Männern angegriffen, die hinduistische Slogans riefen, wie Reuters berichtet. »Sie sahen, dass ich alleine bin, sie sahen meine Mütze, meinen Bart, meine Shalwar Kameez (Kleidung) und betrachteten mich als Muslim«, so Zubair. »Sie griffen mich an, riefen Sprüche. Was für eine Art von Menschlichkeit ist das?« (AFP/jW)

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