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Aus: Ausgabe vom 14.02.2020, Seite 1 / Inland
CDU sortiert sich

Merz sammelt Unterstützer

CDU: Ehemaliger Fraktionschef will an die Parteispitze. Grüne schließen Zusammenarbeit nicht aus
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Macht sich zurecht: Friedrich Merz, hier vor der Verleihung des Eric-M.-Warburg-Preises (Berlin, 8.12.2018)

Nach der Ankündigung von Friedrich Merz, für das Amt des Bundesvorsitzenden der CDU zu kandidieren, haben sich am Donnerstag vorerst keine weiteren Kandidaten aus der Deckung gewagt. Dafür meldeten sich die ersten Unterstützer zu Wort.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian von Stetten warb dafür, Merz als Kanzlerkandidaten der Union aufzustellen. »Ich gehe fest davon aus, dass Friedrich Merz als Kandidat zur Verfügung steht, und ich glaube, CDU und CSU wären gut beraten, dieses Angebot auch anzunehmen«, sagte er dem SWR-Radio. Als erster Landeschef positionierte sich der Berliner CDU-Vorsitzende Kai Wegner. Merz spreche eine »klare Sprache« und habe »ein erkennbares Profil«, sagte Wegner gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Am Mittwoch abend war aus dem Umfeld von Merz verbreitet worden, er sei entschlossen zu kandidieren. Merz wisse die Parteibasis hinter sich und fühle sich durch aktuelle Umfragen ermutigt, hieß es. Offen blieb zunächst, ob sich der ehemalige Chef der Unionsfraktion im Bundestag damit auch um die Kanzlerkandidatur bewirbt. Merz mahnte nach Bekanntwerden seiner Ambitionen ein ruhiges Verfahren an. »Wir müssen in Ruhe miteinander reden«, sagte er der FAZ (Donnerstagausgabe).

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, der als weiterer möglicher Kandidat für den CDU-Vorsitz gilt, hielt sich weiter bedeckt. Merz war Annegret Kramp-Karrenbauer 2018 im Kampf um den Parteivorsitz knapp unterlegen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der damals den dritten Platz belegt hatte, hatte am Mittwoch erklärt, er sei bereit, Verantwortung zu übernehmen. CSU-Chef Markus Söder hatte am Montag abermals betont, er wolle in Bayern bleiben. Einen Termin für einen möglichen CDU-Sonderparteitag zur Wahl eines neuen Parteivorsitzenden gibt es bislang nicht.

Unterdessen wollte die Vorsitzende der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Katrin Göring-Eckardt, nicht ausschließen, dass ihre Partei auf Bundesebene auch mit einer von Merz geführten CDU zusammenarbeiten könne. Es komme darauf an, »was es für Inhalte gibt«, sagte sie am Donnerstag im Fernsehsender N-TV. (dpa/jW)

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