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Diskriminierung auf Wohnungsmarkt häufig

Berlin. Jeder dritte Wohnungssuchende in der BRD mit Migrationshintergrund erlebt einer Umfrage zufolge rassistische Erniedrigung. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes ließ rund tausend Menschen ab 16 Jahren befragen. 15 Prozent derjenigen, die in den vergangenen zehn Jahren auf Wohnungssuche waren, erlebten demnach Diskriminierung aus rassistischen Gründen, wegen der Zugehörigkeit zu einer ethnischen Gruppe oder der Herkunft aus einem anderen Land. Bei Menschen mit Migrationshintergrund war es jeder dritte (35 Prozent). Der kommissarische Leiter, Bernhard Franke, forderte am Mittwoch in Berlin beispielsweise ein Verbot diskriminierender Wohnungsanzeigen im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.01.2020, Seite 4, Inland

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