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Gamer sollen künftig identifizierbar sein

Erfurt. Nach dem Willen des thüringischen Innenministers Georg Maier (SPD) sollen sich »Extremisten« in sogenannten sozialen Netzwerken oder auf Gamingplattformen nicht mehr in der Anonymität verstecken können. »Da sehe ich noch ein großes Betätigungsfeld«, sagte Maier der Deutschen Presseagentur. Maier stellte sich hinter einen Vorstoß seines niedersächsischen Kollegen Boris Pistorius (SPD), der gefordert hatte, dass »soziale Netzwerke« in der Lage sein müssten, ihre Nutzer zu identifizieren. Thüringen hat in diesem Jahr den Vorsitz der Innenministerkonferenz, damit ist Maier ihr Vorsitzender. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.01.2020, Seite 4, Inland

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