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Aus: Ausgabe vom 18.01.2020, Seite 4 (Beilage) / Wochenendbeilage
RLK 2020

Mut sammeln, Kraft tanken

Eindrücke von der XXV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 11. Januar in Berlin
Von Michael Merz
Fast 3.000 Menschen bei der XXV. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz in Berlin
Gespräche am Rande des »Markts der Möglichkeiten«
Manifestation in Solidarität mit Lateinamerika
Podiumdiskussion: Ulrich Schneider, Paritätischer Gesamtverband
Tory Russell, Sprecher der Internationalen Black Freedom Alliance, USA
Künstler des Simon-Dach-Theaters singen das Kommunarden-Lied
Autor und Aktivist Max Zirngast
Patrick Bradatsch und Claudia Daseking von »Candles 4 Assange«
Moderatorin Anja Panse (r.) im Gespräch mit Cornelia Kerth (VVN-BdA)
Rolf Becker während der Aufführung von »Das Floß der Medusa«
Von der ersten bis zur letzten Minute: The Pokes
Kunstausstellung der Gruppe »Tendenzen«
Im großen Saal des MOA-Hotels in Berlin
Die »Internationale« setzte den Schlusspunkt
Yoerky Sánchez Cuellar aus Kuba
Luz Díaz, Vorsitzende der kolumbianischen Handelsgewerkschaft
Lea Tsemel, Rechtsanwältin aus Israel
Mit Blechunterstützung: Die »Internationale« als Finale
Kamal Hamadan, Kommunistische Partei Libanon
Karl Ghazi, Sekretär des französischen Gewerkschaftsbundes CGT

Es ist spät am Abend, die Konferenz tanzt. Abgebaut sind die Stände des »Markts der Möglichkeiten«, der große Saal macht längst wieder einen aufgeräumten Eindruck. Einige der fast 3.000 Teilnehmenden sind schon auf dem Heimweg, wie die Grup-Yorum-Soligruppe nach Köln, andere wollen zur LL-Demo am nächsten Vormittag wieder frisch am Start sein. Im »Café K« toben sich die aus, die nicht genug kriegen können vom Kraft tanken – Besucher, Gäste, Veranstalter. »The Pokes« geben alles, bis zur letzten Zugabe. Und blicken in glückliche Gesichter. Die letzte Runde wird ausgerufen. Was für ein Tag!

Der begann mit eben jenen Folkpunks, die zu später Stunde immer noch alle mitreißen. Morgens sind sie lautstark durch das weitläufige Konferenzhotel gezogen, haben die Besucher eingesammelt. Dann ging es los. Nicht weniger als die »Macht der Straße« und der »Kampf um die Zukunft« stehen auf dem Programm. Und wie die Systemfrage beantwortet werden kann. Karl Ghazi, Sekretär des Gewerkschaftsbundes CGT, referierte zunächst über die aktuellen Streiks und Proteste in Frankreich, was sie erreicht haben, was noch zu tun ist. Wie den Rechtlosen zu ihrem Recht verholfen werden kann, machte die israelische Anwältin Lea Tsemel klar: »Als Besatzerin ist es meine moralische Pflicht, die Besetzten zu verteidigen.« Gelebte Solidarität, daraus besteht die Konferenz: Mit den politischen Gefangenen in der Türkei, mit den progressiven Menschen in Lateinamerika, im Nahen und Mittleren Osten, mit den kleinen und großen Bewegungen von »Black Lives Matter« über »Fridays for Future« bis »Rheinmetall entwaffnen«. Ein bewegendes Finale, als aus vielen hundert Kehlen schließlich die Internationale erklingt. Und Yoerky Sánchez Cuellar, Chefredakteur von Juventud Rebelde aus Kuba, macht Mut für die anstehenden Kämpfe: »Bis zum Sieg! Wir werden siegen.«

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