Gegründet 1947 Mittwoch, 29. Januar 2020, Nr. 24
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Aus: Ausgabe vom 15.01.2020, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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»Wem gehört die Natur?« Und was machen wir, wenn Tiere die Nahrungs- und Rohstoffgewinnung beeinträchtigen?

Das Geheimnis der Freiheit

Was auch immer von diesem Film zu halten ist – sein Protagonist, Berthold Beitz, ist ein »Gerechter unter den Völkern«, ein Deutscher, der kein Nazi war. Die Handlung geht dann so: 1973 kämpft eines der größten deutschen Unternehmen ums Überleben. Ein Mann glaubt, die Krupp AG retten zu können: Alfried Krupps Protegé, Beitz. Er entscheidet sich zu einem besonderen Schritt und beauftragt Thomas Manns Sohn, den Historiker Golo Mann, eine Biographie über den Industriellen Krupp zu schreiben. D 2019. Mit Edgar Selge als Golo Mann.

Das Erste, 20.15 Uhr

Auf der Jagd: Wem gehört die Natur?

Immer mehr Menschen finden das Töten von Tieren grausam und fordern ein Jagdverbot aus ethischen Gründen. Das Ansehen der Jäger hat sich in den vergangenen Jahrzehnten geändert. Im Dokumentarfilm wird der Frage nachgegangen, wem eigentlich die Natur und die darin lebenden Tiere gehören. Zu Wort kommen Jäger, Forstbeamte, Wildbiologen, Landwirte und Angehörige des kanadischen Volkstammes Algonkin. Und nun schalten wir zum Gruseln in einen ganz normalen Schlachthof. D 2016.

Arte, 21.40 Uhr

Kein Geld für kranke Kinder

Herzoperationen von Kindern werden verschoben; Rettungssanitäter mit jungen Notfallpatienten an Bord wissen nicht, welche Klinik sie anfahren können; Pflegekräftemangel sorgt für unterbesetzte Stationen; das Fallpauschalensystem berücksichtigt die zeit- und kostenintensive Behandlung kranker Kinder nicht ausreichend. Ärzte und Pflegekräfte fordern vergeblich bessere Bedingungen von der Politik. Bisher. D 2019.

BR, 22.00 Uhr

Wenn das Geld nicht reicht: Arbeiten zum Hungerlohn

Sie arbeiten in der Fleischerei, malochen im Trockenbau, schuften in der Gastronomie oder liefern Essen aus – und verdienen trotz Vollzeitjob oft weniger als 2.000 Euro brutto im Monat. Obwohl sie schwer arbeiten, können sie ihr Leben kaum bestreiten. Diana Oertel braucht drei Jobs, um über die Runden zu kommen: Erst putzen, dann »Essentaxi«, später steht sie dann noch an der Kasse. Sie arbeitet mehr als 40 Stunden in der Woche, trotzdem bleiben der Alleinerziehenden und ihren Kindern kaum mehr als mit Hartz IV. Billigjobs statt Butter – das neue Rezept des deutschen Imperialismus zur Beherrschung Europas.

ZDF, 22.45 Uhr