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Aus: Ausgabe vom 15.01.2020, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Warten auf Deutschland

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Die Nürnberger SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriela Heinrich

Mit einem »Libyen-Gipfel« will Berlin darüber hinwegtäuschen, weder einen eigenen Standpunkt zur Lage im verwüsteten afrikanischen Staat noch reale Eingriffsmöglichkeiten in die Situation vor Ort zu haben. Schlimmer noch: Der »Global Player« EU hat nicht einmal eine einhellige Meinung: Frankreich und Italien agieren gegeneinander, mit der Türkei und Russland sind Kräfte involviert, die sich traditionell nichts sagen lassen.

»Seit Monaten agieren deutsche Diplomaten im Hintergrund und versuchen, Frieden zu stiften«, weiß die wackere Interviewerin des Deutschlandfunks. Sie befragte am Dienstag Ga­briela Heinrich, Vizefraktionschefin der SPD. Die Spaltung der EU, der Widerspruch zwischen Italien und Frankreich? »Wie das sein kann? Es ist so, dass es sich seit mehreren Jahren tatsächlich so darstellt«, räumt Heinrich ein. Doch Rettung naht: »Heiko Maas ist seit mehreren Monaten dabei, hier eine Vorbereitung zu treffen«.

Nun denn: In BER-Geschwindigkeit zum Frieden. Die Welt wartet gerne auf Deutschland. (sc)

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