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Aus: Ausgabe vom 13.01.2020, Seite 8 / Abgeschrieben

Der AfD Kontra geben

Das Bündnis »Keinen Meter den Nazis« veranstaltete am Sonnabend eine Demonstration gegen die AfD in Münster:

Mehr als 2.000 Menschen beteiligten sich an den Protesten gegen Kreisparteitag und das Büro der extrem rechten »Alternative für Deutschland« in Münster. Das Bündnis »Keinen Meter den Nazis«, ein antifaschistischer Zusammenschluss von gewerkschaftlichen, zivilgesellschaftlichen Gruppen, antifaschistischen Initiativen und politischen Parteien, hatte zu den Protesten unter dem Motto »Kein Platz für Rassismus, Nationalismus und soziale Ausgrenzung« aufgerufen. (…)

»Die AfD propagiert Rassismus, Nationalismus und soziale Ausgrenzung – die Folge davon sind Hetze, Bedrohungen und Gewalt«, so Carsten Peters, Pressesprecher des »Keinen Meter«- Bündnisses, »dem stellen wir uns entgegen. Mit uns wird es in Münster keine Normalisierung einer extrem rechten Partei wie der AfD geben.« Nach den Protesten vor dem Rathaus formierte sich eine auf (…) über 2.000 Teilnehmende angewachsene Demonstration, die über die Innenstadt und den Kreisverkehr in das Südviertel zog. Dort protestiert die »Initiative Südviertel – keine Nachbarschaft mit der AfD«, ein Zusammenschluss von Bewohnerinnen und Bewohnern des Viertels, seit mehr als einem Jahr mit kreativen Aktionen und monatlichen Mahnwachen gegen das Büro der Partei in der Leostraße 16. (…) Die Demonstration endete mit einem Redebeitrag der Initiative Südviertel vor dem Büro der AfD. Das Bündnis kündigte weitere Proteste gegen die AfD an. »Die AfD lädt am 7. Februar wieder zu ihrem Neujahrsempfang ins Rathaus, und natürlich werden wir auch gegen diese Veranstaltung breiten Protest organisieren«, kündigte Peters an, »vielfältig, solidarisch und entschlossen: Wir weichen der extremen Rechten keinen Meter!«

Caritas international machte am Sonnabend darauf aufmerksam, dass die politische und wirtschaftliche Lage in Haiti zehn Jahre nach dem schweren Erdbeben am 12. Januar 2010 im Karibikstaat weiter verheerend ist:

(…) Mindestens 250.000 Menschen kamen dabei ums Leben, mehr als 1,8 Millionen Menschen wurden obdachlos. Die Katastrophe traf das ärmste Land der westlichen Hemisphäre, das bereits seit Jahrzehnten unter politischer Instabilität und wirtschaftlichen Krisen leidet – auch aktuell.

»Wir beobachten die derzeitige Lage in Haiti mit Sorge. Die Menschen suchen verzweifelt nach Perspektiven, um der Armut zu entkommen, was zu großen Unruhen führt. Es besteht permanent die Gefahr eines Bürgerkrieges. Mit Blick auf das politische Missmanagement bleibt leider wenig Hoffnung, dass sich die Situation in naher Zukunft zum Positiven verändert«, sagte Peter Neher, Präsident des Deutschen Caritasverbandes. »Es grassieren Korruption und Gewalt, und noch immer sind nicht alle Schäden des Erdbebens behoben. Es ist ein trauriger Jahrestag.« Neher forderte die internationale Gemeinschaft auf, durch politischen Druck darauf zu drängen, dass die herrschenden Eliten in Haiti sich den Prinzipien guter Regierungsführung verpflichten. (…)

Regio:

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