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Aus: Ausgabe vom 11.11.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Klaus Gysi (l.) mit seinem Sohn Andreas Goldstein (r.): »Der Funktionär«

Landfrauenküche

Heute kocht Stefanie Rieblinger aus dem landschaftlich aus wunderbaren Golfplätzen bestehenden Oberbayern samt Restidyllen. Stefanie führt einen Biohof im Nebenerwerb in Tandern im Landkreis Dachau. Besonders alte, vom Aussterben bedrohte Arten haben es der 35jährigen und ihren Eltern angetan: Bayerische Landgänse, Waldziegen, alte Hühnerrassen, Bienen, Pferde und Murnau-Werdenfelser Rinder in Mutterkuhhaltung gehören zur Menagerie. Stefanie frönt einer besonderen Leidenschaft: Im Sommer geht sie als Sennerin auf eine Alm. Und was gibt’s zum Essen? Ochsen-Wade in Heu gegart zum Beispiel. Mmh.

BR, 20.15 Uhr

Lebenslinien: Ich musste mich durchbeißen

Vapula kam mit vier Jahren als Kind von SWAPO-Kämpfern von Namibia in die DDR. Nach dem Anschluss, da war er 14 Jahre alt, wurde er wieder zurückgeschickt. Mit seinem Heimatland konnte er nichts mehr anfangen. Es gelang ihm jedoch, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, und heute führt er ein glückliches Leben mit seiner Frau und seinem Sohn als erfolgreicher Zahnarzt in München. D 2017.

BR, 22.00 Uhr

Ungenügend!

Wie der Lehrermangel unsere Grundschüler abhängt

ARD-Themenwoche »Zukunft Bildung«: 2025 werden mindestens 26.000 Grundschullehrer fehlen. Ans Lehrerpult werden nun immer mehr Pensionäre, Studierende oder vermehrt Akademiker ohne pädagogische Ausbildung geschickt, sogenannte Quer- und Seiteneinsteiger. Bildungsforscher sprechen von einer gefährlichen Entprofessionalisierung des Lehrerberufs. Und sie haben natürlich recht.

Das Erste, 22.45 Uhr

Der Funktionär

Auf sehr spätem Sendeplatz: Dokumentarischer Essay über den ehemaligen Widerstandskämpfer, Verlagsleiter, DDR-Kulturminister und Staatssekretär für Kirchenfragen Klaus Gysi – aus der Perspektive seines Sohnes Andreas Goldstein. Aus der Kombination von Archivmaterialien, aktuellen Bildern historischer Orte sowie einem subjektiven Kommentartext entstehen Fragestellungen nach Idealismus und Opportunismus und ein ungewöhnlicher Blick auf die DDR. »Heute werden die Konflikte der DDR dramatisiert und durchweg auf den Gegensatz von Freiheitswillen und Repression reduziert«, so Goldstein.

3sat, 23.40 Uhr

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