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Aus: Ausgabe vom 05.11.2019, Seite 11 / Feuilleton
Literatur

Aus dem Gefängnis

Der französische Literaturpreis Prix Goncourt geht in diesem Jahr an den Autor Jean-Paul Dubois. Der 69jährige erhält Frankreichs begehrte Literaturauszeichnung für »Tous les hommes n’habitent pas le monde de la même façon« (Nicht alle Menschen leben auf die gleiche Weise auf der Welt), wie die Jury am Montag in Paris mitteilte. Das Buch handelt von einem Mann, der in Kanada im Gefängnis sitzt. In seiner Zelle lässt er sein Leben Revue passieren – bis hin zu jenen Ereignissen, die zu seiner Verurteilung führten. Von Dubois sind mehr als 20 Romane erschienen, darunter auf deutsch »Ein französisches Leben« und »Der Fall Sneijder«. Der Prix Goncourt ist mit symbolischen 10 Euro dotiert. Die Auszeichnung kurbelt vor allem die Verkaufszahlen an und wird seit 1903 vergeben. Der zeitgleich vergebene Prix Renaudot ging an Sylvain Tesson für »La panthère des neiges« (Der Schneeleopard). Das Buch des 47 Jahre alten Schriftstellers handelt von einer einzigartigen Begegnung, in deren Mittelpunkt ein Schneeleopard steht. (dpa/jW)

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