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Aus: Ausgabe vom 16.10.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Sebastião Salgado während der Dreharbeiten in Aimorés: »Das Salz der Erde«

Curling für Eisenstadt

Eventkultur: Was nicht passt, wird passend gemacht – was es nicht gibt, wird herangekarrt. Die junge und verwöhnte Touristikmanagerin Vicky verpasst mit einer schlechten Präsentation ihre große Chance. Als Gespött der Branche ist sie bei ihrem Vater, ihrem Chef und den Kolleginnen unten durch. Doch dann fasst Vicky ein neues Projekt ins Auge: Sie will die Curling-WM der Frauen nach Eisenstadt holen. Für eine erfolgreiche Bewerbung fehlt ihr allerdings ein örtliches Curling-Team. Ganz nett. A/D 2018.

Das Erste, 20.15 Uhr

Der Prozess der Lady Chatterley

Orgasmus und Klassenkampf in einem englischen Garten

Im berüchtigten Obszönitätsprozess erhob die britische Krone 1960 Klage gegen den Verlag Penguin, um die Publikation eines als aufrührerisch, skandalös und pornographisch verrufenen Liebesromans zu verbieten: »Lady Chatterley« von D. H. Lawrence, erschienen im Jahr 1928. Sechs Tage lang debattierten Staatsanwalt und Verteidiger vor einem Geschworenengericht über den literarischen Wert des Buches, das ohne Tabu die Sexualität zwischen zwei Menschen beschreibt. Der Dokumentarfilm stützt sich auf Archivaufnahmen vom Prozess und ergründet den literarischen Mythos. F 2019.

Arte, 22.55 Uhr

Krieg der Träume 1918–1939

Überleben

Doku vom Ende des Ersten Weltkrieges 1918 bis hin zum Naziüberfall auf Polen 1939. Gezeigt werden Schicksale von Kindern, Frauen und Männern anhand ihrer Tagebuchaufzeichnungen, Briefe und Memoiren. Folge 1 von 8, gut zum Einstieg. D 2018.

WDR, 23.25 Uhr

Das Salz der Erde

Nein, der Film »Salz auf unserer Haut« nach der Romanvorlage ist hier nicht gemeint. Der brasilianische Fotograf Sebastião Salgado hat 40 Jahre lang die Welt bereist. Er fotografierte Arbeiter, Naturvölker, Arme und Hungernde, Vertriebene auf der Flucht. In den 1990er Jahren dokumentierte er mit der Kamera den Kampf der aus Ruanda flüchtenden Tutsi und Hutu, was ihn in eine tiefe Depression stürzen ließ. Salgados Reportagereisen führten ihn in mehr als 120 Länder. Jetzt wird er mit dem Friedenspreis ausgezeichnet. Sehenswert! F/BRA/I 2014.

Arte, 23.50 Uhr

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