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Aus: Ausgabe vom 11.10.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Traum vom Ruhm: David Bowie 1970

Fußball: Bayerischer Pokal

Es ist fast Wochenende, und freitags ab eins macht jeder seins. In den Spartenkanälen der Kabelanbieter gibt es inzwischen Fußballspiele zu sehen, deren Relevanz nur noch aus unmittelbarer Nähe zu erkennen ist: Bayerischer Pokal, 3. Runde, das Derby zwischen den Münchener Löwen und der SpVgg Unterhaching. Es gibt Besseres. Aber auch Schlechteres.

Sport 1, 19.15 Uhr

Countdown ins neue Jahrtausend – 1999

Reihe »Unser Land in den 90ern«

Interessant, was die Regionalprogramme der Öffentlich-Rechtlichen zur Prime Time so anbieten. Immerhin, manchmal erdenken sich die Redaktionen die eine oder andere spannende Reihe, und gewissermaßen bilden die Regionalprogramme das Gedächtnis des Fernsehens ab. Im RBB gibt es die empfehlenswerte Reihe »Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt«, je eine Folge zu einem Jahr, inzwischen ist man irgendwo in den Achtzigern. Der WDR packt ein ganzes Jahrzehnt in ein Format – aber auch mit einem Jahr pro Folge (heute: 1999). Viel Archivmaterial, weniger sprechende Köpfe, Geschichte erlebbar gemacht.

WDR, 20.15 Uhr

Face/Off – Im Körper des Feindes

Es gibt natürlich auch Unterhaltung für Erwachsene im Fernsehprogramm. Hier einer der besten, seltsamen Actionthriller der neunziger Jahre, mit John Travolta und Nicolas Cage in einer brillant umgesetzten Verwechslungsgeschichte: Der Gute schlüpft in den Körper des Bösen, der das aber umgekehrt ebenso macht. Beste Szene: Sean Archer (Travolta) fährt als von Cage gefüllter Castor Troy durch sein Vorstadtviertel und bekundet: »Ich bin in der Hölle.« Regie: John Woo, USA 1997.

RTL 2, 20.15 Uhr

David Bowie – Die ersten fünf Jahre

Wohlgemerkt die ersten fünf Jahre, nicht die letzten fünf. David Bowie fing unter seinem bürgerlichen Namen David Jones mit der Musik an, konnte aber nicht so recht landen. Er machte in einer Beat-Band mit, er versuchte sich solo an dem damals angesagten Vaudeville-Popzirkus à la Kinks. Er experimentierte mit Folk. Viele Züge und Figuren, die er später erfolgreich weiterentwickelte, sind in dieser Frühzeit bis zum Durchbruch mit »Space Oddity« bereits angelegt: Francis Whately gibt mit bisher unveröffentlichten Interviews mit Weggefährten spannende Einblicke.

Arte, 22.25 Uhr

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