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Berlin kauft 6.000 Wohnungen zurück

Berlin. Der »rot-rot-grüne« Berliner Senat will die Privatisierungspolitik von SPD und Linkspartei ab dem Jahr 2000 wenigstens teilweise rückgängig machen. Der Wohnungsmangel in der Hauptstadt solle mit dem »größten Rekommunalisierungsankauf in der Geschichte« bekämpft werden: Für knapp eine Milliarde Euro kauft das Land knapp 6.000 Wohnungen zurück, wie die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Gewobag am Donnerstag mitteilte. Demnach wurde eine Vereinbarung mit dem in Luxemburg ansässigen Unternehmen »Ado Properties« unterzeichnet, die Übernahme soll zum 1. Dezember erfolgen. »Mit dem Kauf vergrößern wir unseren Wohnungsbestand auf rund 68.000 Wohnungen und sichern so bezahlbaren Wohnraum für mehr als 10.000 weitere Berliner Mieterinnen und Mieter«, erklärte Gewobag-Vorstandsmitglied Markus Terboven. Der Kaufpreis für die 5.894 Wohn- und 70 Gewerbeeinheiten beträgt demnach 920 Millionen Euro und soll ohne weitere Zuschüsse des Landes erfolgen. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 28.09.2019, Seite 2, Inland

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