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Die nächste Welle

Der Ticketvorverkauf laufe besser als im Vorjahr, erklärte der Direktor der Frankfurter Buchmesse, Juergen Boos, am Montag auf einer Pressekonferenz. Etwa 7.500 Aussteller aus 150 Ländern würden ab 15. Oktober erwartet – das läge etwa auf Vorjahresniveau. 2018 wurden gut 285.000 Besucher gezählt. Damit es diesmal mehr werden, wird einiges aufgefahren. »Autoren zum Anfassen« etwa (Boos). Oder die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit. Sie reist am Eröffnungstag mit einem »Literaturzug« durch Deutschland und »bringt namhafte Schriftsteller« in die Messehallen. Etwa 100 norwegische Autoren und Autorinnen sollen den Auftritt des Gastlandes unter dem Motto »Der Traum in uns« ins Werk setzen. Als wäre das nicht genug Spektakel, sollen Audio- und Bewegtbildformate mehr Raum bekommen, virtuelle Realität und »künstliche Intelligenz« breiter vorgestellt werden. Man wolle »die nächste Welle der technischen Entwicklung« aktiv mitgestalten, erklären die Veranstalter. Zu guter Letzt sollen nun auch am Sonnabend Bücher verkauft werden dürfen. Bisher war das nur am Sonntag erlaubt. Der Ladenpreis aber gilt noch. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.09.2019, Seite 11, Feuilleton

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