-
04.09.2019
- → Feuilleton
Coup in Paris
Paris hat sich breitschlagen lassen. Eine riesige Skulptur, die Jeff Koons der Stadt Ende 2016 geschenkt hat, wird im kleinen Park des Petit Palais (städtisches Kunstmuseum) unweit der Champs-Élysées aufgestellt. Die Hand mit Tulpenstrauß soll Anfang Oktober eingeweiht werden, vor wenigen Tagen wurden die ersten, bei Frankfurt am Main hergestellten Teile geliefert. Die auf gut drei Millionen Euro geschätzten Herstellungskosten tragen französische und US-amerikanische Sammler und Mäzene. Pariser Kulturschaffende hatten sich vehement gegen die Annahme des Geschenks aus Stahl und Bronze gewehrt, erklärten die Aufstellung an dem prominenten Standort zwischen zwei Museen für moderne und zeitgenössische Kunst zu einem finanziellen Coup des Kunstmarktstars. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!