Gegründet 1947 Donnerstag, 17. Oktober 2019, Nr. 241
Die junge Welt wird von 2216 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 08.08.2019, Seite 2 / Inland

Forderung nach steigenden Preisen für Fleisch

Berlin. Angesichts von Billigpreisen in vielen Supermärkten werden Rufe nach höheren Steuern auf Fleisch laut, um mehr Geld in bessere Haltungsbedingungen zu investieren. Nach Tierschützern zeigten sich mehrere Agrarpolitiker offen dafür. Der Grünen-Politiker Friedrich Ostendorff sagte gegenüber Welt (Mittwochausgabe): »Ich bin dafür, die Mehrwertsteuerreduktion für Fleisch aufzuheben und zweckgebunden für mehr Tierwohl einzusetzen.« Bisher wird Fleisch wie die meisten Lebensmittel nur mit sieben Prozent statt den üblichen 19 Prozent besteuert. Eine höhere Besteuerung hatte der Deutsche Tierschutzbund ins Gespräch gebracht. (dpa/jW)

Leserbriefe zu diesem Artikel:

  • Emil S., Erfurt: Alte Praktiken Steuergelder für private Stallungen, ich glaub’, mein Schwein pfeift! Das erinnert an die Praktiken des Staates Preußen, und ja, an solchen Praktiken hat sich ja bis heute nichts geändert....
  • Emil S., Erfurt: Profitgier ohne Grenzen Es ist eine Unverschämtheit, von Preiserhöhungen zu reden angesichts der Ziele, welche die Lebensmittelindustrie verfolgt: Profit! Das Gefasel der Politiker zeigt die Rolle des Staates, der die Intere...
  • Klaus P. Jaworek, Büchenbach: Guten Appetit Schon alleine der Begriff »Tierwohl« ist angesichts der »(Massen-)Tierhalterei«, gelinde gesagt, eine »große Schweinerei«. In der industrialisierten Landwirtschaft kann es nie und nimmer eine artgerec...