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Italien lässt 130 gerettete Migranten nicht an Land

Rom/Tripolis. Rund 130 gerettete Migranten sitzen weiter auf einem Schiff der italienischen Küstenwache fest. Die »Gregoretti« habe aber in der Nacht zum Sonntag im Hafen der sizilianischen Stadt Augusta anlegen dürfen, erklärte der italienische Transportminister Danilo Toninelli am Sonntag. Die Regierung in Rom will die Geretteten erst an Land lassen, wenn ihre Verteilung auf andere EU-Staaten geklärt ist.

Unterdessen hat die Hilfsorganisation Roter Halbmond die Zahl der bei einem Bootsunglück vor der Küste Libyens Ertrunkenen nach oben korrigiert. Bei der am Donnerstag bekannt gewordenen Tragödie könnten bis zu 200 Migranten ums Leben gekommen sein. Bisher seien 67 Leichen aus dem Mittelmeer geborgen worden, 138 Menschen würden noch vermisst, sagte Osama Al-Fadhili, Leiter des Roten Halbmonds in der libyschen Hafenstadt Al-Chums, am Samstag. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 29.07.2019, Seite 1, Ausland

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