Der Schwarze Kanal
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Aus: Ausgabe vom 22.07.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Nicht vergessen

Consortium News | Online
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Wie derzeit mit Wikileaks-Gründer Julian Assange umgesprungen wird, ist eine Kampfansage an jede Form von Journalismus und freier Meinungsäußerung

Unermüdlich erinnern die US-amerikanischen Consortium News an das Schicksal von Julian Assange, der weiterhin im Vereinigten Königreich in einem Hochsicherheitsgefängnis festgehalten wird und dem droht, an die USA ausgeliefert zu werden. Auch in der zweiten Folge der Videoreihe »CN live« bilden die jüngsten Geschehnisse um den Wikileaks-Gründer einen Schwerpunkt. So die vergangene Woche vom Sender CNN lancierte Story, Dokumente eines privaten Geheimdienstes belegten, dass der Australier aus der ecuadorianischen Botschaft in London heraus gemeinsam mit russischen Hackern dafür gesorgt habe, dass Donald Trump die Präsidentschaftswahlen 2016 gewann. Das sei nichts als der Versuch, »Russiagate« aufzuwärmen, kontert Wikileaks-Chefredakteur Kristinn Hrafnsson, obwohl Sonderermittler Robert Mueller in seiner offiziellen Untersuchung keinerlei Beleg für solche Vorwürfe gefunden habe. Nach wie vor gehe es darum, Assange mit Schmutz zu bewerfen und zur Abschreckung exemplarisch zu bestrafen. (jt)

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