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Aus: Ausgabe vom 12.07.2019, Seite 11 / Feuilleton
Fotografie

Vertraute Dinge

Die Pinakothek der Moderne in München zeigt bis Mitte Oktober mehr als 100 originale Bilder der Fotografin Aenne Biermann (1898–1933). Durch den frühen Tod der Künstlerin und die erzwungene Auswanderung ihrer jüdischen Familie in den 30er Jahren gilt ihr Archiv als verschollen. Die Stiftung Ann und Jürgen Wilde habe mit jahrzehntelanger Recherche eine umfangreiche Sammlung der Werke Biermanns zusammengetragen und stelle Ausstellungsabzüge für die Schau »Vertrautheit mit den Dingen« zur Verfügung. Leihgaben aus deutschen Museen, Galerien, Nachlässen, Sammlungen und Archiven ergänzen die Werkschau, die in Kooperation mit dem Museum Folkwang in Essen entstanden ist. Ohne künstlerische Ausbildung hatte sich Biermann nach der Geburt ihrer beiden Kinder der Fotografie gewidmet. Sie habe versucht, durch ihre Fotos ihrem Alltag eine »Vertrautheit mit den Dingen« zu entlocken, wie sie 1930 schrieb. (dpa/jW)

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