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Aus: Ausgabe vom 12.06.2019, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Soziale Spaltung: Die »Unterschicht« wohnt in deutschen Städten oft separiert

Re: Tötung aus Verzweiflung?

Gattenmörderinnen in Rumänien

Hunderte Frauen sitzen in Rumänien im Gefängnis, weil sie ihre gar nicht lieben Ehegatten umgebracht haben. Auf jahrelange Gewalt zu Hause folgen oft Jahrzehnte in Haft. Die Geschichten der Frauen ähneln sich: Vielfach lebten sie in ärmlichen Verhältnissen auf dem Lande und haben früh geheiratet. Dem Mord ging meistens eine lange Leidensgeschichte voraus.

Arte, 19.40 Uhr

Unser täglich Fleisch

Neue Wege der Viehwirtschaft

Müssen wir aufhören, Fleisch zu essen? So der französische Titel dieser Sendung. Noch sind Vegetarismus und Veganismus eher in der Mittelschicht vertreten, aber das mag sich ändern. Ein Film darüber, dass es auch anders gehen kann: Benoît Bringer, Mitglied des Internationalen Netzwerks investigativer Journalisten (ICIJ) für die Panama-Papers-Recherche 2016, illustriert mit Beispielen aus den USA, Portugal, Frankreich, Schweden und Deutschland, wie landwirtschaftliche Betriebe ihre Aufgabe weitgehend im Einklang mit der Natur erfüllen.

3sat, 20.15 Uhr

Wenn auf Terror Hass folgt

Mai 2017. Nach dem Konzert von Ariana Grande gibt es in Manchester einen Selbstmordanschlag. Der Film begleitet Menschen und Polizei von Manchester über mehrere Monate und zeigt, wie sich viele nach der schlimmsten Terrorattacke, die die Stadt je erlebt hat, um Einheit und Zusammenhalt bemühen. Doch die Zahl rassistischer Anfeindungen steigt in dieser Zeit enorm. Vor allem unschuldige Muslime erzählen von Hass und Gewalt. Ein Imam fordert Besonnenheit angesichts zunehmender Vorurteile, die von Idioten auf beiden Seiten befeuert werden.

WDR, 22.10 Uhr

ZDF-Zoom: Das Drama um die Sozialwohnungen

Beim sogenannten Wohngipfel der Bundesregierung 2018 stand das ­Problem mal wieder ganz oben auf der Agenda: 100.000 neue ­Sozialwohnungen sollten bis 2021 entstehen. Für neuen, günstigen Wohnraum wollte die Bundesregierung fünf Milliarden Euro in die Hand nehmen. Doch die Ideen reichen bei weitem nicht, um das Problem einzudämmen. Viele zweifeln sogar daran, dass es gelingt, alle geplanten Wohnungen zu bauen. Wir zweifeln mit. Und der zuständige Innenminister sagt: Zieht doch aufs Land!

ZDF, 22.45 Uhr

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