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Aus: Ausgabe vom 12.06.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Nichts Neues

Interview | Di., 7.15 Uhr, DLF
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Russenknecht? Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) auf dem Petersburger Wirtschaftsforum

Seitdem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) eine Aufhebung der EU-Sanktionen gegen Russland gefordert hat, fällt die Meute über ihn her. Wolfgang Ischinger riet ihm, seinen außenpolitischen Berater zu feuern. Der außenpolitische Sprecher der Union-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt, geht mit Kretschmer weniger scharf ins Gericht. Man dürfe auch mal »um die Ecke denken«, mit Putin reden, das sei schon ok. Die Sanktionen müssten trotzdem bestehen bleiben, schließlich sei Russland immer noch auf der Krim. Einen Widerspruch zu den Energiegeschäften der BRD mit Moskau (»Nord Stream 2«) will Hardt nicht erkennen, verweist dann aber doch auf die implizite Notwendigkeit des Handels; am größten europäischen Gaslieferanten komme man eben nicht vorbei. Trotzdem: Sanktionen verlängern – und »stärker das Gespräch mit den Menschen suchen«, denen im Osten, den Putinverstehern, die noch immer nicht verstanden haben, dass die Aggression vom Russen ausgeht. Nichts Neues also. (row)

Leserbriefe zu diesem Artikel:

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