-
05.06.2019
- → Inland
Anschlagspläne mit Rizin: Prozess beginnt
Köln. Am Freitag beginnt vor dem Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf der Prozess gegen das Islamistenpaar, das vor rund einem Jahr in Köln-Chorweiler wegen Anschlagsvorbereitungen mit hochgiftigem Rizin festgenommen wurde. Die zentralen Anklagepunkte in dem Verfahren im Hochsicherheitstrakt des Gerichts lauten nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP vom Dienstag auf vorsätzliche Herstellung einer biologischen Waffe und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Laut Bundesanwaltschaft habe sich das Paar seit längerer Zeit mit den Zielen der Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« (IS) identifiziert und im Herbst 2017 den Entschluss zu einem islamistisch motivierten Anschlag in Deutschland gefasst. Einsatzkräfte mit Schutzanzügen und Atemmasken hatten Mitte Juni 2018 den Hochhauskomplex unweit der Zentrale des Bundesamts für Verfassungsschutz umstellt und in der Wohnung des Paares 84,3 Milligramm Rizin gefunden. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!